Fr., 15.09.2017

Hotspot der Möbelindustrie mit 160 Standorten Die großen Herbstmessen in OWL beginnen

Messen sind auch Orte, wo Netzwerke gepflegt werden – wie hier beim MHK-Branchenabend in Enger.

Messen sind auch Orte, wo Netzwerke gepflegt werden – wie hier beim MHK-Branchenabend in Enger. Foto: Gerhard Hülsegge

Herford/Bad Salzuflen  (WB/in). »Die Trends der deutschen Küchenindustrie werden zur Herbstmesse in OWL präsentiert«, schreibt das Branchenmagazin »Möbelkultur«. Auch für die Bad-, Polster-, Schlaf- und Wohnzimmer-Branchen gilt: Vieles von dem, was im Januar 2018 auf der Internationalen Möbelmesse in Köln der Weltöffentlichkeit vorgeführt wird, können Einkäufer von Samstag an schon auf den Möbelmessen in Ostwestfalen-Lippe besichtigen.

Die Branche hungert nach Neuheiten. Insbesondere im Inland und bei den Betreibern großflächiger Möbelhäuser ist die Stimmung nach zwei bis drei Monaten konjunktureller Flaute nicht gerade zufriedenstellend. »Dagegen entwickelt sich der Fachhandel unverändert positiv«, sagt Dr. Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer der Holz- und Möbelindustrie NRW und der deutschen Küchenmöbelindustrie (Herford).

Exportquote von 40 Prozent

Im Gegensatz zu Deutschland steigen die Umsätze im Ausland. Davon profitiert wegen der hohen Exportquote von 40 Prozent die Küchenmöbelindustrie. Nummer 1 ist Heumann zufolge Frankreich. In den Niederlanden, lange wichtigster Exportmarkt, steige die Nachfrage seit zwei bis drei Jahren, nachdem sie vorher immer weiter zurückging.

In Großbritannien habe der Brexit bislang zu einer vergleichsweise nur kleinen Delle geführt. Positiv entwickele sich Osteuropa. In Ländern wie Polen und Tschechien habe sich eine Mittelschicht etabliert, die sich gern eine Küche made in Germany leiste, so Heumann.

160 Messeziele

Bei den Importeuren liegt Polen auf Platz 1. Etwa ein Drittel der aus dem Ausland eingeführten Möbel komme aus dem östlichen Nachbarland. Bei den Polstermöbeln sei es sogar fast die Hälfte. Auch bei den Ausstellern spielen polnische Produzenten eine wichtige Rolle. Im lippischen Lügde verfügen sie mit Bega über ein eigenes Messezentrum mit 10.000 Quadratmetern. Zudem hat die Firma Forte (Umsatz: 256 Millionen Euro, 300 Mitarbeiter) am MOW-Messestandort Bad Salzuflen Ende August sogar ein eigenes Ausstellungszentrum eröffnet.

Wer alle Messezentren und Hausmessen besuchen will, muss mindestens 160 Adressen aufsuchen. Kristallisationspunkte sind die Küchenmeile A 30, die Area 30, die MOW und die Möbelmeile; deren zehn Partner laden zudem am 24. September Endkunden zu einem »Tag der offenen Tür« ein.

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