Sa., 21.10.2017

Schillerstraße in Herford: Gehweg von Betonplatten blockiert – Stadt verspricht Besserung Kein Durchkommen!

Die Anwohnerinnen Lilli Schäfer, Monika Wirth, Gerta Wächter, Karin Ellersiek und Christel Suchanek müssen einen großen Umweg nehmen, um ihre Besorgungen im Marta-Quartier zu erledigen. Und dass nur, weil der Gehweg von Betonplatten blockiert wird.

Die Anwohnerinnen Lilli Schäfer, Monika Wirth, Gerta Wächter, Karin Ellersiek und Christel Suchanek müssen einen großen Umweg nehmen, um ihre Besorgungen im Marta-Quartier zu erledigen. Und dass nur, weil der Gehweg von Betonplatten blockiert wird. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Die Anwohner der Schillerstraße sprechen von einem Schildbürgerstreich: Weil auf dem Gehweg Betonplatten lagern, sind sie vom Marta-Viertel abgeschnitten. Die Stadt verspricht Besserung.

Weite Umwege

Gerta Wächter ist auf den Rollator angewiesen. Die 87-Jährige ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Sie sagt: »Ich habe wirklich für vieles Verständnis. Aber das geht einfach zu weit. An uns denkt gar keiner. Das macht mich traurig.« Sie habe viele ältere Nachbarn, die unter der Vollsperrung enorm zu leiden hätten.

Das Problem der Senioren: Um Stationen wie Apotheke, Arzt oder Supermarkt zu

Daniel Küllmer hebt seine Ehefrau Melanie einfach über die Absperrung hinweg. Foto: Moritz Winde

erreichen, müssen sie einen relativ großen Umweg über Wall und Wilhelmsplatz nehmen. »Für eine Strecke benötige ich 20 Minuten«, sagt Gerta Wächter.

Seit dem 10. Oktober ist die wichtige Verbindungsachse nun schon komplett dicht, weil Versorgungsleitungen verlegt werden müssen, die für die Behelfsbrücke benötigt werden. Die marode Schillerbrücke wird im Frühling abgerissen und neu gebaut. Kosten: etwa eine Million Euro.

Baustelle soll drei Wochen länger dauern

Allerdings kann niemand verstehen, warum die Schillerstraße zur Sackgasse geworden ist. »Hier passieren doch gar keine Arbeiten im Untergrund. Warum wird nicht wenigsten ein kleiner Weg für die Fußgänger gelassen? Stattdessen liegen dort Pflastersteine, wo doch auf der anderen Seite genug Platz wäre«, moniert Gerta Wächter.

Die Kritik ist bei der Stadtverwaltung angekommen. Uwe Werner, Chef der Tiefbauabteilung, sagt, er könne den Anwohner-Ärger gut verstehen. »Das Ganze ist in der Tat nicht nachzuvollziehen. Bei der Koordinierung dieser Baustelle hat es leider etwas geruckelt und gehakt. Das könnte damit zu tun haben, dass hier mehrere Versorgungsunternehmen am Werk sind. In Kürze wird ein 1,50 Meter breites Schlupfloch für die Fußgänger eingerichtet.«

Die Sperrung wird wohl bis etwa Ende November bestehen bleiben – drei Wochen länger als geplant.

Kommentare

Warum merkt man den Mist erst nach Anwohnerprotesten ? Das Baustellenmanagement der Stadt Herford ist mangelhafter als mangelhaft.

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