Sa., 23.01.2016

Nach Lkw-Unfall auf der A30: Ölsperren halten ausgetretene Betriebsstoffe auf Großeinsatz der Feuerwehr an Else und Werre

Die Einsatzkräfte der Löhner Feuerwehr ziehen die Ölsperre mit dem Schlauchboot in die richtige Ausgangslage. Sie wird im Halbkreis über der Werre an der Löhner Brückenstraße errichtet.

Die Einsatzkräfte der Löhner Feuerwehr ziehen die Ölsperre mit dem Schlauchboot in die richtige Ausgangslage. Sie wird im Halbkreis über der Werre an der Löhner Brückenstraße errichtet. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe und Malte Samtenschnieder

Kirchlengern/Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Mit mehreren Ölsperren hat die Feuerwehr am Samstagvormittag verhindert, dass sich Betriebsstoffe, die nach einem Lkw-Unfall auf der A30 zwischen Kirchlengern und Hiddenhausen in den Brandbach gelangt waren, unkontrolliert in Else und Werre weiter verbreiten.

»Wir wurden gegen 9.40 Uhr von der Feuerwehrleitstelle in Eilshausen alarmiert, dass eine größere Ölmenge in die Werre geflossen ist«, sagte Einsatzleiter Thomas Arning von der Feuerwehr Löhne am Samstag dieser Zeitung. Um die Gefahrstoffe aufzuhalten, hätten  die Einsatzkräfte an der Brückenstraße in Löhne mit Hilfe eines Schlauchbootes eine Ölsperre über die Werre gezogen.

Bei der Auswahl des Ortes habe das Sielwehr an der Ortsgrenze zu Bad Oeynhausen eine entscheidende Rolle gespielt. »Dort verlangsamt sich der Fluss deutlich. Deshalb haben wir die Sperre in einigem Abstand gelegt, um einen ausreichenden Vorsprung zu haben«, erklärte Thomas Arning. Zusätzlich würden spezielle Ölbindepellets eingesetzt. Der Einsatzleiter: »Sie ziehen das Öl aus der Werre, saugen sich aber nicht mit Wasser voll.«

Ölsperren bleiben ein paar Tage liegen

Doch nicht erst in Löhne wurden Ölsperren errichtet. »Nach dem Lkw-Unfall auf der A30 sind verschiedene Betriebsstoffe – hauptsächlich Öl – zunächst bei Hiddenhausen in den Brandbach gelaufen«, sagte Michael Kolpak, Sprecher der Feuerwehr Löhne. Der Brandbach mündet in die Else und diese fließt wiederum in die Werre. »In Kirchlengern haben wir deshalb zwei Ölsperren errichtet – einmal am Westerkampweg über dem Brandbach und einmal an der Brücke der Lübbecker Straße über der Else«, sagte Frank Rieke, Einsatzleiter der Feuerwehr Kirchlengern.

Trotz der Ölsperren in Kirchlengern sei von der Else aus bis zum Löhner Freibad ein Ölfilm auf der Werre zu erkennen, erläuterte Michael Kolpak. »Die Ölsperren werden jetzt ein paar Tage hier liegen bleiben. Sie müssen regelmäßig kontrolliert und vollgesogene Bindemittel erneuert werden«, ergänzte Volker Prüßner von der Freiwilligen Feuerwehr. Allein in Löhne waren mehr als 20 Feuerwehrmänner der Hauptamtlichen Wache und der Löschgruppe Obernbeck im Einsatz.

Auch Herforder Umweltbehörde vor Ort

Auf eine ähnlich große Zahl an Einsatzkräften brachte es die Feuerwehr in Bad Oeynhausen. Dort wurde als Vorsichtsmaßnahme am Werre-Weser-Kuss von Einsatzkräften der Hauptamtlichen Wache und der Löschgruppe Rehme eine weitere vierte Ölsperre errichtet.

An den drei Ölsperren in Kirchlengern und Löhne machten sich am Samstagmittag auch Vertreter der Umweltbehörde des Kreises Herford ein Bild vom Ausmaß der Verschmutzung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3755923?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198393%2F2514619%2F