Do., 03.03.2016

Flüchtling aus Algerien soll Mädchen attackiert haben – Mutter wehrt sich mit Pfefferspray – Bahn stoppt in Löhne 16-Jährige im Zug angegriffen

Eine Westfalen-Bahn ist am Dienstagabend im Löhner Bahnhof gestoppt worden. Dort kümmerte sich die Polizei um zwei Frauen, die im Zug von einem Nordafrikaner (23) attackiert worden waren.

Eine Westfalen-Bahn ist am Dienstagabend im Löhner Bahnhof gestoppt worden. Dort kümmerte sich die Polizei um zwei Frauen, die im Zug von einem Nordafrikaner (23) attackiert worden waren. Foto: Moritz Winde

Löhne/Bad Oeynhausen (WB/mor). Ein Flüchtling aus Algerien soll am Dienstagabend in der Westfalen-Bahn auf dem Weg von Hannover nach Osnabrück ein Mädchen angegriffen haben. Die Mutter der 16-Jährigen schlug ihn mit Pfefferspray in die Flucht. Der Zug wurde in Löhne gestoppt.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Nordafrikaner den Zug zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits verlassen. Er nutzte einen planmäßigen Stopp in Bad Oeynhausen, wo er wenig später versuchte, ein Taxi zu rauben. Zwei Polizisten und mehrere hinzueilende Helfer, die ihn daran hinderten, wurden von dem Mann attackiert und verletzt. Er wurde festgenommen und verbrachte die Nacht im Gewahrsam der Mindener Polizei. Hier wurde von den Ermittlern ein Haftbefehl beantragt.

Nach Polizeiangaben soll der Mann während der Zugfahrt gegen 22.30 Uhr unvermittelt von seinem Sitz aufgestanden und zum Führerstand des Zuges gegangen sein. Dort habe er mehrfach massiv gegen die geschlossene Tür getreten. Anschließend habe er sich den weiblichen Fahrgästen genähert. Er ergriff den Arm der 16-Jährigen und versuchte, sie vom Sitz zu ziehen. Außerdem schnappte er sich deren Einkaufstüten. Die Schülerin schrie den Angreifer an, was aber keine Wirkung zeigte. Der Mutter (47) gelang es erst unter Einsatz von Pfefferspray, den Nordafrikaner abzuwehren. Anschließend flüchteten beide in ein anderes Abteil und alarmierten die Polizei.

Mann kann überwältigt werden

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Bad Oeynhausen riss der Mann gegen 22.46 Uhr eine 47-jährige Taxifahrerin aus ihrem Fahrzeug. Diese verletzte sich. Anschließend setzte er sich in das Auto. Eine weitere Taxifahrerin (48) eilte zu Hilfe. Sie wurde vom Angreifer gewürgt. Auch ein 54-jähriger Taxifahrer eilte hinzu. Er erhielt eine Kopfnuss und einen Faustschlag gegen das Kinn. Erst mit dem Eingreifen von zwei weiteren Zeugen (40 und 52) konnte der Mann überwältigt werden.

Auch die eintreffende Streifenwagenbesatzung hatte Mühe, den 23-Jährigen festzunehmen und zu fesseln. Er versuchte, die Polizisten zu treten und zu bespucken.

Auch auf dem Transport zur Polizeibehörde verletzte er zwei Beamte. Einer der beiden musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden und war nicht mehr dienstfähig. Im Gewahrsam wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen. Sie soll klären, ob der 23-Jährige unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand.

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