Mo., 09.05.2016

R 99 in Lauenförde feierlich eröffnet – Ärger mit Autos und Hundekot am Alleenradweg in Dalhausen Radlerfreude – Radlerfrust

Die ersten Fahrradfahrer haben schon am Freitag den neuen R 99 in Lauenförde genutzt

Die ersten Fahrradfahrer haben schon am Freitag den neuen R 99 in Lauenförde genutzt Foto: Roman Winkelhahn

Lauenförde/Beverungen-Dalhausen (wb/rom/lib). Euphorie auf der einen Weserseite, Ernüchterung auf der anderen: Und in beiden Fällen sind Radwege der Anlass. Der R 99 in Lauenförde ist feierlich eröffnet worden. Zur gleichen Zeit sieht sich Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm gezwungen, die Regeln zur Nutzung des Alleenradweges in Dalhausen noch einmal sehr deutlich zu machen.

Doch zunächst nach Lauenförde: Hier gibt es nun einen weiteren Radweg, den 1,3 Kilometer langen R 99, der den Radfahrern einen prächtigen Blick auf den Weserberglandsee und die weiten Wälder der Region bietet. Vertreter des Gemeinderates, des Landtags und des Kreistags haben ihn eröffnet.

Freude über neues Teilstück

Für Markus Brockmann von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist der neue Radweg zwischen Lauenförde und der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ein »wichtiger Lückenschluss« und Bürgermeister Werner Tyrasa betont, dass die Strecke besonders für die Anwohner der nahegelegenen Seen ein Segen sei, da diese nicht mehr über die Straße radeln müssten, um in den Ort zu gelangen.

Bürgermeister Werner Tyrasa (Vierter von links) freut sich mit seinen Gästen über die Eröffnung des neuen Radwegs und betont dessen Wichtigkeit für den Ort. Foto: Roman Winkelhahn

220 000 Euro hat der Radweg gekostet. Ein besonderer Dank gelte der Firma Eggersmann aus Lauenförde, die schon Vorarbeit für den eigentlichen Bau geleistet habe – »kostenfrei«, betont Tyrasa.

Ähnlich begeistert war die Stimmung Mitte Mai 2014, als der langersehnte Alleenradweg in Dalhausen offiziell eingeweiht wurde. Kostenpunkt des 2,7 Kilometer langen Teilstücks: 686 300 Euro.

Wie euphorisch die Stimmung und bedeutend dieser Eröffnungsakt damals war, zeigt ein Statement des Bezirksausschussvorsitzenden Bernhard Villmer: »In den vergangenen 15 Jahren haben wir für keine Maßnahme im Ort so viel Dank, Anerkennung, Respekt und Begeisterung erhalten wie für diesen Radweg.«

Die Begeisterung hiesiger und auswärtiger Radler, den Alleenweg zu nutzen, ist ungebrochen, doch mit dem Respekt ist es anscheinend schon seit Längerem vorbei. Denn statt Radlern freie Fahrt zu bieten, fällt der Alleenradweg nunmehr durch freilaufende Hunde, vermehrte Hundekottüten, unerlaubten Autoverkehr und von Anliegern beanspruchte Seitenbereiche auf.

Frei laufende Hunde und Autoverkehr: Bußgelder sind möglich

Diese Beschwerden veranlassen Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm nun dazu, die Nutzung des Radweges noch einmal in aller Deutlichkeit darzustellen.

»Ich möchte darauf hinweisen, dass Hunde innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und in Anlagen nur angeleint geführt werden dürfen. Das gilt auch für den Alleenradweg in Dalhausen.«

Außerdem nutzten viele Hundebesitzer zwar die kostenlos zur Verfügung gestellten Hundekottüten, würden diese jedoch nicht in die aufgestellten Abfallbehälter, sondern achtlos in die benachbarten Grundstücksbereiche und Anlagen des Radweges werfen. Dieses stellt eine Ordnungswidrigkeit dar«, betont Grimm.

Auch macht er darauf aufmerksam, dass der Alleenradweg als gemeinsamer Geh- und Radweg beschildert ist. »Anderer Verkehr darf ihn nicht benutzen. Trotzdem wird er immer wieder von Autos befahren. Wer ohne diese Sondererlaubnis vom Kreis dort unterwegs sei, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

»Des Weiteren ist festgestellt worden, dass mehrere Anlieger ohne Genehmigung der Stadt Beverungen die Seitenbereiche des Radweges in Anspruch genommen oder sogar verändert haben. Teilweise wurden sogar neue Zugänge geschaffen«, erklärt Grimm.

Sämtliche Eingriffe und Inanspruchnahmen der städtischen Grundstücke bedürften jedoch einer Genehmigung.

Hubertus Grimm bittet im Interesse aller Nutzer des Alleenradweges dringend, die genannten Hinweise in Zukunft zu beachten. »Ansonsten sehe ich mich veranlasst, entsprechende Bußgelder zu verhängen.«

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