Fr., 29.09.2017

»Smart Country Side« zeichnet Rösebeck als Modelldorf aus Bördeblickhalle digital steuern

David Mörs (von links), Hubertus Becker, Josef Peine und Stefan Wäsche gehören zum Rösebecker Projektteam. Es fehlt Manuel Pawlik. Eine ihrer Ideen ist die »Smart Home Steuerung der Bördeblickhalle«. So soll es künftig möglich sein, das Licht sowie den Strom- und Wasserverbrauch der Bördeblickhalle digital von zuhause aus kontrollieren zu können.

David Mörs (von links), Hubertus Becker, Josef Peine und Stefan Wäsche gehören zum Rösebecker Projektteam. Es fehlt Manuel Pawlik. Eine ihrer Ideen ist die »Smart Home Steuerung der Bördeblickhalle«. So soll es künftig möglich sein, das Licht sowie den Strom- und Wasserverbrauch der Bördeblickhalle digital von zuhause aus kontrollieren zu können. Foto: Michaela Weiße

Von Michaela Weiße

Borgentreich (WB). Im Rahmen des Projekts »Smart Country Side« ist der Borgentreicher Ortsteil Rösebeck neben fünf weiteren Orten des Kreises Höxter als Modelldorf ausgezeichnet worden. Ziel ist es, die Bewohner ein Jahr lang digital kompetent zu machen.

Damit Dörfer lebensfähig und liebenswert bleiben, haben die Kreise Lippe und Höxter das Modellprojekt »Smart Country Side« (SCS) gestartet. Ziel des Projektes, das von der EU und dem Land gefördert wird, ist es, die Chancen der Digitalisierung auch in den Dörfern zu nutzen. Dazu wurden 14 Modelldörfer ausgewählt. Im Kreis Höxter sind dies neben Rösebeck auch Eversen, Merlsheim, San­debeck, Ovenhausen und Wehrden.

Drei Ideen entwickelt

»Die drei Ideen für digitale Anwendungen, die von uns gemeinsam entwickelt und für den Wettbewerb eingereicht wurden, haben die Jury überzeugt. Darauf sind wir stolz«, sagt Josef Peine, der gemeinsam mit Manuel Pawlik, Stefan Wäsche, David Mörs und Hubertus Becker das Rösebecker Projektteam bildet.

»Bei einer Bürgerversammlung haben wir mit den Dorfbewohnern über die Ideen diskutiert und sie anschließend ausgearbeitet und für den Wettbewerb eingereicht«, erzählt Stefan Wäsche von den Anfängen. Die umfassendste herausgearbeitete Idee ist die Entwicklung einer Dorfapp. »Diese soll dann per Smartphone, Tablet und Computer nutzbar sein«, erklärt Hubertus Becker. Die Dorfapp soll mit verschiedenen Modulen ausgestattet werden, wie »Leihfunktion«, »Digitaler Marktplatz«, »Mitbringfunktion«, »Mitfahrzentrale«, »Veranstaltungskalender«, »Rösebecker News« sowie »Online-Buchung der Bürgerhalle«. »Bei der Leihfunktion können zum Beispiel besondere Gegenstände der Rösebecker, wie beispielsweise Werkzeuge, erfasst und bei Interesse verliehen werden«, erklärt David Mörs. Die App werde von Fachleuten entwickelt und von den Rösebeckern auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft, so das Projektteam. »Dabei wird sich dann herausstellen, welche Module funktionieren und welche vielleicht gar nicht angenommen werden und überflüssig sind«, sagt David Mörs.

Seit drei Jahren Whats-App-Gruppe

Den digitalen Austausch im kleinen Rahmen pflegen die Rösebecker bereits seit etwa zwei Jahren mit einer Whats-App-Gruppe. Von 475 Einwohnern des Dorfes seien bereits 151 in der Gruppe vertreten. Die Dorfgruppe war der erste Versuch, die Rösebecker digital zu vernetzen. »Im Ort wurde dies sehr positiv angenommen«, berichtet das Projektteam. Die Gruppe diene vor allem dazu, um Veranstaltungen mitzuteilen oder Neuigkeiten des Dorfes zu verbreiten.

Eine weitere Idee, die die Röse­becker im Rahmen von »Smart Country Side« umsetzen möchten, ist das Angebot von Schulungen. Die Dorfgemeinschaft hat das Ziel, aktiv mit Workshops auch die älteren Generationen in die digitale Welt einzuführen.

Halle wird digital gesteuert

Die »Smart Home Steuerung der Bördeblickhalle« ist die dritte Idee, mit der die Rösebecker die Jury überzeugen konnten. So soll die digitale Steuerung ermöglichen, dass das Licht sowie der Strom- und Wasserverbrauch der Bördeblickhalle künftig von zuhause aus kontrolliert werden können. »Damit kann auch das Ehrenamt entlastet werden«, erklärt Stefan Wäsche. Zudem sei durch die smarte Energiesteuerung ein Einsparpotenzial der Energiekosten zu erwarten.

Bei einer Dorfkonferenz, die am Mittwoch, 18. Oktober, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Bördeblickhalle veranstaltet wird, sollen die Ideen den Bürgern nochmals vorgestellt werden. Zudem sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die die einzelnen Projekte betreuen. »Auch weitere kreative Ideen aus der Bürgerschaft sind an diesem Abend willkommen«, sagt Josef Peine.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5186610?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198395%2F2851042%2F