Do., 19.10.2017

EAM und Avacon investieren neun Millionen Euro in Borgholzer Anlage Umspannwerk in Betrieb gesetzt

Drücken gemeinsam den Startknopf, der das Borgholzer Umspannwerk in Betrieb setzt (von links): MdB Christian Haase, der Borgholzer Ortsvorsteher Franz Josef Wegener, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, EAM-Geschäftsführer Thomas Weber sowie Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge.

Drücken gemeinsam den Startknopf, der das Borgholzer Umspannwerk in Betrieb setzt (von links): MdB Christian Haase, der Borgholzer Ortsvorsteher Franz Josef Wegener, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, EAM-Geschäftsführer Thomas Weber sowie Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge. Foto: Michaela Weiße

Borgentreich (WB/miw). Nach einem kompletten technischen Neubau, der rund zwei Jahre dauerte, ist das Umspannwerk Borgholz der Energie-Netz Mitte, dem Netzbetreiber der EAM, und der Avacon nun in Betrieb genommen worden.

Neun Millionen Euro investiert

Es dient nun der weiteren Netzstabilisierung in der Region. Im Beisein von Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch und MdB Christian Haase schalteten EAM-Geschäftsführer Thomas Weber und Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge den Transformator des Umspannwerks ein und nahmen damit das Umspannwerk ans Netz.

Insgesamt investierten die Unternehmen rund neun Millionen Euro in den Umbau der Anlage.

»Das Besondere an der Anlage ist die ungewöhnliche Größe«

Der regionale Energieversorger EAM unterstützt die Energiewende durch moderne Leitungsnetze für die Versorgung der Kunden und für die Aufnahme regional erzeugter Energien.

Im Umspannwerk Borgholz hat die EAM ein neues Schaltgebäude errichtet und darin eine neue Mittelspannungsschaltanlage installiert. »Das Besondere an der Anlage ist die ungewöhnliche Größe«, erläutert EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. »Diese ist wegen der zahlreichen EEG-Einspeisungen in der Region – vor allem aus dem Bereich Windkraft – erforderlich und berücksichtigt auch einen weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.«

Für die neue Schaltanlage inklusive der Anschlussarbeiten hat die EAM rund 3,3 Millionen Euro investiert. Bürgermeister Rauch lobte das gemeinsame Engagement der Energieversorger. Das Umspannwerk Borgholz versorgt die Städte Borgentreich, Willebadessen sowie Teile von Bad Driburg, Brakel, Warburg und Trendelburg. Für die Arbeiten wurden regional ansässige Firmen beauftragt.

Basis für den Anschluss weiterer dezentraler Erzeugungsanlagen

Das neue Umspannwerk wurde errichtet, um die zunehmende Stromeinspeisung aus dezentralen regenerativen Erzeugungsanlagen im Landkreis Höxter aufnehmen zu können. Denn parallel zum rasanten Wachstum der Erzeugungsanlagen ist ein dynamischer Ausbau der Netzinfrastruktur erforderlich.

Hierzu müssen neben der Verstärkung und dem Bau von neuen Leitungen auch zusätzliche Verbindungen zwischen dem Mittelspannungsnetz und dem vorgelagerten Hochspannungsnetz geschaffen werden, wie hier in Borgholz. Avacon, als vorgelagerter Betreiber des 110-kV-Netzes, leitet die Energie dorthin, wo sie benötigt wird. Denn nicht alles, was in der Region erzeugt wird, wird auch dort verbraucht.

Mit der neuen Umspannwerksanlage ist nun die Basis für den Anschluss weiterer dezentraler Erzeugungsanlagen – vor allem für Windkraftanlagen – geschaffen, denn die Leistungsfähigkeit der Anlage steigt durch die eingebaute modernste Technik um das Vierfache. Dafür hat Avacon rund sechs Millionen Euro investiert. Dr. Stephan Tenge bezeichnet den Umbau des Umspannwerkes als Investition in die Zukunft.

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