So., 29.03.2015

Täter ist jetzt zu 20 Jahren Haft verurteilt worden – Höxteranerin wurde vor einem Jahr in Afghanistan erschossen Mörder von Fotografin Anja Niedringhaus entgeht Todesstrafe

Eine Kerze brennt in Höxter neben dem Bild der in Afghanistan getöteten Fotografin Anja Niedringhaus.

Eine Kerze brennt in Höxter neben dem Bild der in Afghanistan getöteten Fotografin Anja Niedringhaus. Foto: dpa

Höxter/Kabul (dpa/WB). Das Todesurteil gegen den Mörder der Fotografin Anja Niedringhaus aus Höxter ist vom Obersten Gericht Afghanistans in eine Haftstrafe abgemildert worden.

Der Polizist, der nur den Namen Nakibullah trägt, müsse für 20 Jahre ins Gefängnis, teilte ein Justizvertreter am Sonntag in der Hauptstadt Kabul mit.

Der Polizist hatte die 48-jährige Niedringhaus vor fast einem Jahr an einem Kontrollpunkt in der Unruheprovinz Chost erschossen. Die Fotografin der Nachrichtenagentur AP wollte gemeinsam mit der
Reporterin Kathy Gannon über die Präsidentschaftswahl berichten. Gannon wurde bei dem Attentat schwer verletzt.

Der Täter war im vergangenen Juli zunächst zum Tode verurteilt worden. In einem Verhör nach der Tat, hatte der Polizist als Motiv Rache für Nato-Luftangriffe auf sein Dorf in Afghanistan angegeben.

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