Mo., 25.09.2017

FDP und AfD im Kreis stark – Petra Rode-Bosse (SPD) raus aus Bundestag Wähler belohnen Christian Haase – Verluste für CDU und SPD

Abgeordneter Christian Haase mit Ehefrau Sonja und Tochter Vanessa im Wahllokal Grundschule Beverungen.

Abgeordneter Christian Haase mit Ehefrau Sonja und Tochter Vanessa im Wahllokal Grundschule Beverungen. Foto: Timo Gemmeke

Höxter (WB). Die CDU im Wahlkreis Höxter-Lippe II hat ihre Hochburg trotz Verlusten erwartungsgemäß verteidigt. Bundestagsabgeordneter Christian Haase freut sich über ein Ergebnis von 44,3 Prozent der Erststimmen.

Enttäuschung bei der SPD-Abgeordneten Petra Rode-Bosse: Sie hat mit Platz 40 der Landesliste bei dem schlechten SPD-Ergebnis keine Chance auf einen erneuten Einzug in den Bundestag. Sie holte 26,7 Prozent der Erststimmen.

Starke Verluste für die CDU, Rekordtief für die SPD, AfD dritte Kraft, sehr starke Liberale und Linke und Grüne im Sechs-Prozent-Bereich: Dieses Trends kennzeichnet das Wahlergebnis im Wahlkreis Höxter-Lippe II. Das sei eine Protestwahl gewesen, wie man sie selten erlebt habe, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase. Der CDU sei nicht zum Feiern zumute, auch weil erstmals eine Partei so stark rechts neben der Union im Bundnestag sitze und die AfD in manchen Orten im Wahlkreis enorme Stimmenateile bekommen habe. Haase sieht Kanzlerin Merkel trotz der massiven Verluste als Regierungschefin nicht in Frage gestellt. »Das Abschneiden der CDU ist enttäuschend. Wir brauchen aber jetzt eine stabile Bundesregierung aus den Parteien der Mitte: CDU, FDP und Grünen. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wie sich die SPD so schnell verweigert.«

SPD-Abgeordnete Petra Rode-Bosse (rechts) verfolgt enttäuscht mit Parteifreunden die Hochrechnungen im SPD-Büro in Höxter. Foto: Michael Robrecht

»Ich bin enttäuscht. Das Wahlergebnis ist für die SPD ein Debakel. Schlimm ist das Abschneiden der AfD – auch hier im Kreis Höxter. Fremdenhass und Hetze sind sind hoffähig geworden«, kommentierte die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Rode-Bosse das Wahlergebnis. Leider sei es ihr nicht möglich gewesen, ihr Mandat zu verteidigen. »Die SPD braucht dringend eine Auszeit vom Mitregieren. Ein weiterer Aderlass kann für das Land nicht gut sein. Ich bin gegen eine neue GroKo in Berlin«, sagte Rode-Bosse. Dem stimmte auch der SPD-Kreisverband am Abend zu.

Lesen Sie mehr am Montag, 24. September, im WESTFALEN-BLATT, Ausgaben Höxter, Warburg, Brakel/Bad Driburg und Schlangen.

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