Do., 09.11.2017

Holzminden Tafel: Flüchtlingsfamilie entdeckt »Schatz« in Kissen 14.000 Mark in Bettwäsche gefunden

In Bettwäsche aus der Holzminden Tafel sind jetzt 14.000 Mark (Symbolfoto) von einer Flüchtlingsfamilie gefunden worden.

In Bettwäsche aus der Holzminden Tafel sind jetzt 14.000 Mark (Symbolfoto) von einer Flüchtlingsfamilie gefunden worden.

Holzminden (WB/sar). Das ist ja fast wie im Märchen: Die Mutter einer syrisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie hat 14.000 D-Mark in einem Kissen gefunden.

Tehan Abdullah erwarb im Mai bei der Holzmindener Tafel für zwei Euro ein Paket Bettwäsche. Als sie Kissen und Laken zuhause genauer unter die Lupe nahm, fand sie darin verborgen 14.000 Mark. Was nun? Die Flüchtlinge freuten sich zunächst über den Fund – meldeten den Geldsegen im Bettzeug als ehrliche Finder sofort der Polizei. Zuvor hatte der Sohn sich mit seinem Kurslehrer in der Kreisvolkshochschule über den »Schatz« besprochen, da die Familie nicht genau wusste wie sie sich richtig verhalten sollte.

Beamte auf der Polizeidienststelle Holzminden nahmen die alten Mark-Scheine an und übergaben sie zunächst dem Fundbüro der Stadt Holzminden. Dort liegt das kleine Vermögen nun und niemand hat Ansprüche angemeldet. Nach sechs Monaten läuft jetzt die Frist ab. Doch wem gehört das Geld dann? Die Holzmindener Tafel, die den Fall öffentlich gemacht hat, meldete Ansprüche an und will die juristisch klären lassen. Man könne auf das Geld nicht verzichten, heißt es aus dem Vorstand. Fundgegenstände gehen normalerweise nach Ablauf des halben Jahres an den Finder zurück. Eigentlich. In diesem Fall könnte sich die Familie um Tehan Abdullah über einige tausend Euro freuen. Umgerechnet ist es – nach Umtausch bei der Bundesbank – noch mehr als 7100 Euro wert.

Doch die rechtlichen Fragen sind in diesem ungewöhnlichen Fall ungeklärt. Vielleicht meldet sich der Besitzer doch noch vor Ablauf der Frist beim Fundbüro in Holzminden, das würde rechtliche Streitigkeiten vermeiden. In diesem Fall würde den ehrlichen Findern der Familie trotzdem ein Anteil zustehen. Drei Prozent der Summe – also etwas mehr als 200 Euro – erhalten die Flüchtlinge als Finderlohn vom Geldbesitzer.

Kommentare

Meiner Meinung nach sollten die ehrlichen Finder das Geld erhalten falls derjenige der die Bettwäsche gespendet hat, nicht gefunden wird. Rs wundert mich nur das Sachen die in den Verkauf gehen nicht vorher von den Mitarbeitern der Tafel auf Sauberkeit und Ordnung überprüft werden Selber Schuld

Ehrlichkeit wird nicht mehr belohnt

Da es sich noch um DM-Scheine handelt, also um einen sehr alten Fund, sollte man das Geld den Flüchtlingen überlassen, die es wirklich brauchen und damit ihre Ehrlichkeit belohnen.

Die Tafel hat keinen Anspruch. Die Bettwäsche wurde rechtmäßig von der Familie gekauft und ging in deren Besitz über. Somit gehört der Schatz der Flüchtlingsfamilie.

Die Tafel soll sich schämen, tun sozial und gerecht und dann sowas..... ich weiß wie ich mich ab sofort verhalte......nur die Bedürftigen sind die Leidtragenden ..
Pfui Tafel Holzminden....



4 Kommentare

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