Do., 19.10.2017

Abbé Thomas wird in der Abtei Marienmünster empfangen »Ein herzliches Bienvenue«

Bürgermeister Robert Klocke (von links) und Pfarrer Ansgar Heckeroth sowie weitere Vertreter der Gemeinde hießen Abbé Thomas in der Abtei willkommen.

Bürgermeister Robert Klocke (von links) und Pfarrer Ansgar Heckeroth sowie weitere Vertreter der Gemeinde hießen Abbé Thomas in der Abtei willkommen. Foto: Greta Wiedemeier

Marienmünster (WB/gw). »Es ist ein Neuaufbruch für unseren pastoralen Raum, wenn nicht sogar für den gesamten nördlichen Teil des Erzbistums.« Mit diesen Worten heißt Pfarrer Ansgar Heckeroth am Sonntag den aus Frankreich stammenden Abbé Thomas im Pastoralverbund Marienmünster willkommen.

Nicht nur viele Priester und Diakone, auch Bürgermeister Robert Klocke und zahlreiche Gemeindemitglieder hatten sich zur Messe in der Abtei versammelt, um den jungen Abbé zu begrüßen.

Erste Gespräche mit der Communaute Saint Martin, der französischen Gemeinschaft von Weltpriestern und Diakonen aus der Abbé Thomas entsendet wurde, begannen schon im Jahr 2013. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses an Priestern musste eine Nachfolgelösung für Marienmünster gefunden werden. Auch weil das Erzbistum durch den heiligen Liborius schon seit dem Mittelalter in besonderer Weise mit Frankreich verbunden ist, wandte man sich an den Orden, der sein Mutterhaus nahe von Le Mans, der Partnerstadt von Paderborn, hat. Nach mehreren Besuchen kam es dann im Juni dieses Jahres zur festen Zusage der Gemeinschaft. Abbé Thomas ist nun seit zwei Wochen vor Ort.

»Die kommenden zwei Jahre sind meine Lehr- und Vorbereitungsjahre. Danach werden einige meiner Mitbrüder nachkommen«, erklärt der Abbé der Gemeinde in zwar nicht akzentfreiem, aber doch sehr flüssigem Deutsch. Unter der Woche werde er in Paderborn sein, am Wochenende in der Region, um die hiesigen Priester bei der Seelsorge zu unterstützen. Marienmünster bezeichnet er als einen »herrlichen und außergewöhnlichen Ort« und fühlt sich in Deutschland schon ein wenig heimisch. Er entdecke auch große Ähnlichkeiten mit seiner Heimat, beide Orte seien durch eine lange christliche Vergangenheit geprägt. Andererseits bestehe aber auch in beiden Ländern die Gefahr, den Versuchungen der heutigen Zeit zu erliegen – nämlich der Entfernung von Gott, der er unbedingt entgegenwirken möchte. So möchte er Wege suchen, die Menschen wieder in die Kirchen und nach Marienmünster zu locken und bringt, nach eigener Aussage, einen guten Willen und den Drang, Gutes zu tun, mit.

Es werden viele Hoffnungen in Abbé Thomas gesetzt, man wünscht sich vor allem die Wiederbelebung der Abtei. Diese bringe aber notwendigerweise auch »viele Veränderungen, Umbrüche und Anpassungen mit sich, die alle ihre Zeit brauchen«, wie eine Gemeindevertreterin zu verstehen gibt. Für 2019 ist der große Start der deutsch-französischen Gemeinschaft geplant, mit Abbé Thomas ist der erste Schritt dorthin jetzt getan.

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