Do., 12.10.2017

Geschäftsführer soll Energieversorger wieder auf Kurs bringen – Schwarze Zahlen 2017 »Beste« schreiben Millionen-Verlust

Eine der Beste-Niederlassungen in Beverungen.

Eine der Beste-Niederlassungen in Beverungen. Foto: Harald Iding

Steinheim/Beverungen/Borgentreich/Warburg/Bad Driburg (WB/thö). Hinter der Berufung von Stefan Grützmacher zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Beste-Stadtwerke steckt offenbar mehr als nur eine strategische Neuausrichtung. Grützmacher soll das Unternehmen aus einer wirtschaftlichen Schieflage befreien.

Der heimische Energieversorger hat in den Jahren 2014 und 2015 Verluste erwirtschaftet. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 bleiben die Zahlen voraussichtlich rot.

Das geht aus den gerade fertig gestellten Jahresabschlüssen hervor, die dieser Zeitung vorliegen und erstmals im Steinheimer Stadtrat am Montagabend öffentlich wurden. Demnach erwirtschaftete das aus einem Zusammenschluss der Stadtwerke Beverungen, Steinheim, Bad Driburg, Borgentreich und Warburg entstandene Unternehmen 2015 einen Verlust in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass der eigentlich positive Jahresabschluss 2014 rückwirkend noch einmal korrigiert werden musste. Das Ergebnis: Auch hier bleibt unter dem Strich ein Minus von 1,2 Millionen Euro.

Die Korrektur sei nötig gewesen, weil Kosten, die mit der Aufnahme neuer Gesellschafter bereits 2014 angefallen seien, zunächst 2015 verbucht worden seien, erläutert Aufsichtsratschef und Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm. Der Jahresabschluss für 2016 ist noch nicht fertig. Allerdings geht die Geschäftsführung von einem Verlust in Höhe von 500.000 Euro aus.

Erst 2017 sollen nach derzeitiger Planung wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. »Die liegen dann voraussichtlich deutlich im siebenstelligen Bereich. Das hat uns eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mittlerweile auch bestätigt«, blickt Hubertus Grimm wieder positiv in die Zukunft. Laut Geschäftsbericht wird 2017 von einem Überschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro ausgegangen.

Für die Kunden der Beste-Stadtwerke ändert sich durch die negativen Abschlüsse nichts. »Die Versorgungssicherheit ist gegeben und auch die Preise bleiben stabil«, verspricht Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Grimm. Er hält den Stadtwerkezusammenschluss nach wie vor für nötig. »Jeder für sich, das ginge schon wegen der starken Regulatorik nicht mehr.« Zudem hätten über die Beste neue Märkte außerhalb der beteiligten Städte erschlossen werden können.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 13. Oktober, im WESTFALEN-BLATT, Ausgaben Höxter und Warburg.

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