Mi., 23.08.2017

Schmiede und Stellmacherei sind erstmals öffentlich zugänglich Schweckhausen feiert Denkmaltag

Von Ulrich Schlottmann

Warburg (WB). Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, sind auch wieder mehrere Denkmäler im Altkreis Warburg zu besichtigen, die sonst gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind: Dazu gehören erstmals auch die Schmiede und die Stellmacherei des Wasserschlosses Schweckhausen.

Schmiede und Stellmacherei in Schweckhausen

Der Denkmaltag markiert das Ende der im Mai vergangenen Jahres begonnenen ­Restaurierung der beiden 1785 errichteten Fachwerkgebäude. »Das ist ein Tag der Freude für das gesamte Dorf«, sagt Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Schmitt. Die neue Eigentümerin des Schweckhausener Schlosses, eine Stiftung, hatte zwar die Kosten für die Wiederherstellung der total verfallenen ehemaligen Torhäuser übernommen, die Dorfgemeinschaft hatte aber bei den Arbeiten kräftig mit angefasst.

Gefeiert werden soll der Abschluss der Restaurierung am Denkmaltag mit einem großen Programm. So können die Schmiede und die Stellmacherei, aber auch das Wasserschloss besichtigt werden. Außerdem gibt es eine Kunstausstellung im Schloss, Schmiedevorführungen, Kutschfahrten und Rundwanderungen im Schlosspark. Auch gesanglich und kulinarisch wird einiges geboten.

Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf. Ansprechpartner: Heinz-Jürgen Schmitt, Ortsbürgermeister Schweckhausen, Telefon 05644/ 8499, E-Mail: schmitt-heinz-juergen@t-online.de.

Holsterburg

Die um 1170/80 errichtete und 1294 schon wieder komplett zerstörte Holsterburg bei Warburg soll in diesem Jahr ihre letzten Geheimnisse preisgeben. Noch bis Oktober untersuchen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe die Ruine der mittelalterlichen Burg, dann ist das 2010 begonnene Forschungsprojekt abgeschlossen. Am 10. September haben Interessierte noch einmal die Möglichkeit, die Burganlage zu besichtigen.

Standen im vergangenen Jahr die weitgehende Freilegung der Burganlage und ihre Erfassung mit einem Laserscanner für eine 3 D-Rekonstruierung im Mittelpunkt, so geht es in der diesjährigen Grabungskampagne um die weitere Erforschung der Innenbebauung.

Führungen um 11 und um 14 Uhr durch die Archäologen Kim Wegener und Dr. Heinz-Werner Peine. Ansprechpartnerin: Mirjam Altemeier, Stadt Warburg, Telefon 05641/ 92309, m.altemeier@warburg.de.

Syrisch-orthodoxes Kloster St. Jakob von Sarug

Erbaut wurde das Gebäude 1905-1908 als Dominikanerkloster durch Architekt Caspar Clemens Pickel. Nach dem Weggang der Dominikaner in den 90er-Jahren hat es die syrisch-orthodoxe Kirche übernommen. Das Kloster St. Jakob von Sarug ist geistliches Zentrum der syrisch-orthodoxen Gemeinden in Deutschland.

Öffnungszeiten von 12 bis 18 Uhr, Führungen um 12, 14 und 16 Uhr durch Elisabeth Aydin und Ibrahim Tunc, Besichtigung des Museums, der Kirche und Kapellen möglich, Snacks und Getränke.

Ansprechpartner: Elisabeth Aydin, Telefon 0170/2013652, elisabeth.aydinj@web.de, Ibrahim Tunc, Telefon 0175/2018074, i.t.ahlen@web.de.

Bierbaums Nagel

Julius Georg Bierbaum, damaliger Besitzer des Ritterguts Borlinghausen, ließ den Ausssichtsturm 1849 in wirtschaftlich schwierigen Jahren von der Landbevölkerung bauen, um den Menschen eine Verdienstmöglichkeit zu geben. Der Turm war ein Überraschungsgeschenk für seine Gemahlin, die aus Kassel stammte und sehr unter Heimweh litt. Vom Turm aus sollte sie Gelegenheit haben, das Wahrzeichen ihrer geliebten Heimatstadt, den Herkules auf der Wilhelmshöhe, sehen zu können.

Öffnungszeiten von 13.30 bis 22 Uhr während des Turmfestes des Eggegebirgsvereins.

Ansprechpartner: Alexander Konerding, Eggegebirgsverein Abteilung Borlinghausen, E-Mail: alexanderkonerding@yahoo.de

Schloss Willebadessen

Der Neurenaissance-Schlossumbau, der Nachfolgebau des ehemaligen Benediktinerinnenklosters aus dem 12. Jahrhundert, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. An der Klosteranlage und seiner landschaftlichen Situation ist noch heute das Idealbild benediktinischer Klosterbaukunst mit dem Abbild des himmlischen Jerusalem zu erkennen.

Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf durch Familie Freiherr von Wrede. Aktionen: Bogenschießen, Handwerker am Denkmal.

Ansprechpartner: Konstantin Freiherr von Wrede, Telefon: 05646 9437930, E-Mail: wrede-wbdn@gmx.de.

Burg Dringenberg

Erbaut 1318 bis 1323 von Bischof Bernhard als Sommerresidenz der Paderborner Bischöfe. Ältester Teil ist das Kellergewölbe im Südflügel. Die Burg ist heute Museum mit Tante-Martha-Laden, Heimat­stube und naturkundlichen Räumen, Sattler- und Schusterstube in den Gewölbekellern. Im Rittersaal finden Wechselausstellungen statt.

Öffnungszeiten von 10 bis 17.30 Uhr, Führungen nach Bedarf, 11.30 Uhr Ausstellungseröffnung im Rittersaal: »Burg - Blüte«, Zeichnung, Aquarell, Assemblage von Erwin Leber.

Rathaus Dringenberg

Zweigeschossiges Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert mit Kreuzgewölbekeller von etwa 1320, Fachwerkaufbau um 1540, 2002-05 renoviert. Seit 2005 als Kulturhaus genutzt für Ausstellungen, Tagungen, Konzerte und Künstlertreffs.

Führungen auf Anfrage, 12.30 Uhr Ausstellungseröffnung der Gruppe ART I.G. im Ratssaal.

Schöpfemühle

Denkmal im Ösetal in Dringenberg. 1545 von Hermann von Viermunden erbaut. Die Schöpfmühle stellte die Wasserversorgung für Burg und Stadt Dringenberg sicher. Quellwasser wurde durch ein Wasserrad 400 Meter weit und 70 Meter hoch den Piepengraben hinauf gedrückt und dann durch Holzrohre zu den Abnahmestellen der Stadt weitergeleitet.

Öffnungszeiten von 12 bis 17.30 Uhr, Führungen nach Bedarf.

Ansprechpartner für die Dringenberger Denkmale: Barbara Seifert, Telefon 05259/930111. b-m.seifert@t-online.de

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