Mi., 08.11.2017

Fertige Konzepte an Bürgermeister übergeben Ikek-Umsetzung kann beginnen

Eine intensive Arbeitszeit liegt hinter allen Beteiligten, die sich um die Ausarbeitung des Ikek-Konzepts gekümmert haben. Den Bürgermeistern der Städte Willebadessen und Borgentreich konnte das fertige Konzept nun offiziell überreicht werden (von links): Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Andrea Klädtke (Bezirksregierung), Sabrina Schlomski (Sweco GmbH), Hartmut Lüdeling (Planungsbüro Arge Dorfentwicklung), Helene Heiermeier (Stadt Willebadessen), Elvira Tewes (Stadt Borgentreich) und Helge Jung (Planungsbüro Arge Dorfentwicklung).

Eine intensive Arbeitszeit liegt hinter allen Beteiligten, die sich um die Ausarbeitung des Ikek-Konzepts gekümmert haben. Den Bürgermeistern der Städte Willebadessen und Borgentreich konnte das fertige Konzept nun offiziell überreicht werden (von links): Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Andrea Klädtke (Bezirksregierung), Sabrina Schlomski (Sweco GmbH), Hartmut Lüdeling (Planungsbüro Arge Dorfentwicklung), Helene Heiermeier (Stadt Willebadessen), Elvira Tewes (Stadt Borgentreich) und Helge Jung (Planungsbüro Arge Dorfentwicklung). Foto: Michaela Weiße

Von Michaela Weiße

Borgentreich (WB). Mehr als ein Jahr intensiver Ikek-Arbeit ist vergangen. Die integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte der Städte Willebadessen und Borgen­treich sind nun fertig und den Bürgermeistern offiziell übergeben sowie der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Zahlreiche Interessierte waren in die Borgentreicher Schützenhalle gekommen, um sich über die Konzepte zu informieren. »Heute ist nicht die Ikek-Abschlussveranstaltung, sondern erst der Beginn der Umsetzungsphase«, erklärte Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, der ebenso wie sein Borgenteicher Amtskollege Rainer Rauch nun das fertige Konzept in den Händen halten konnte. Trotz enger Zusammenarbeit haben beide Städte jeweils ein eigenes Konzept.

Gemeinsam Förderantrag gestellt

Die beiden Städte hatten sich seit Ende 2014 mit dem Entwicklungskonzept, für das sie gemeinsam einen Förderantrag gestellt haben, beschäftigt. Das Planungsbüro »Arge Dorfentwicklung« war mit der Begleitung und Steuerung des Prozesses beauftragt worden.

Ikek-Projektleiter Hartmut Lüdeling hat mit seinem Team die Dorfgemeinschaften bei der Suche nach umsetzbaren Beiträgen zur gesamtkommunalen Entwicklung in den beiden Städte unterstützt. Hilfestellung erhielten sie durch die Sweco GmbH-Städtebau und Regionalentwicklung.

»Auch für uns war das eine Premiere und sehr spannend. Umso glücklicher sind wir jetzt darüber, was dabei herausgekommen ist«, sagte Helge Jung vom Planungsbüro »Arge Dorfentwicklung«, der den Bürgern in der Schützenhalle die geplanten Projekte vorstellte.

Beide Städte haben ähnliche Stärken und Schwächen

Er erläuterte, dass beide Städte ähnliche Stärken und Schwächen aufweisen. So hätten beispielsweise beide Orte ein großes Problem mit Leerständen sowie nur wenige Treffpunkte für die Bürger. Günstiges Wohnen, starke Gemeinschaften und eine schöne Natur stünden hingegen bei beiden Städten auf der positiven Seite.

So sei in beiden integrierten kommunalen Entwicklungskonzepten die Gestaltung oder Umgestaltung eines Dorfplatzes gleich in mehreren Ortschaften fest verankert.

Ortsübergreifende Ikek-Projekte in Borgentreich sind unter anderem die Anbindung an den Diemelradweg und das Aufstellen von Mitfahrbänken in allen Ortsteilen. In Drankhausen ist beispielsweise die Sanierung des Ehrenmals und in Körbecke die Gestaltung des Vorplatzes der Gemeindehalle für alle Altersgruppen geplant.

Möglichst viele Projekte umsetzen

Willebadessen hat sich unter anderem die Erstellung einer Bürger-App für jeden Stadtteil auf die Fahne geschrieben. Diese soll den Nutzern beispielsweise zur Planung für Mitfahrgelegenheiten dienen. Auch der Ausbau und die Vernetzung der Rad- und Wanderwege sind vorgesehen. Zudem soll etwa in Borlinghausen der Eingangsbereich der Gemeindehalle barrierefrei umgebaut und in Löwen die Schützenhalle in ein Begegnungszentrum umfunktioniert werden.

»Ich weiß, dass wir mit dem Ikek eine gute Basis für die Entwicklung beider Städte haben«, sagte Bürgermeister Rauch. »Viele waren auch skeptisch und haben gesagt, dass dabei nichts herauskommen wird. Doch dem widerspreche ich. Wir wollen die Projekte umsetzen und im nächsten Jahr damit beginnen.«

Arbeitsgruppen bilden

»Der erste Punkt läuft bereits«, sagte Hartmut Lüdeling. Das Planungsbüro »Arge Dorfentwicklung« sei damit beauftragt, Lösungen für die Leerstände zu finden. Mit den Ikek-Konzepten hätten Borgentreich und Willebadessen in den nächsten Jahren eine gute Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung ihrer Städte und ihre Ortschaften, ist sich Lüdeling sicher. Die Ikek-Förderphase läuft bis zum Jahr 2020. »Wir wollen möglichst viele Projekte umsetzen«, sagte Bürgermeister Bluhm.

Für die weitere Arbeit werden sich nun Arbeitsgruppen bilden, die sich um die Umsetzung der Projekte kümmern. »Die Vorbereitungen sind beendet, gleichzeitig ist es der Beginn weiterer intensiver Arbeit«, sagte Ikek-Projektleiter Lüdeling.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5273088?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198395%2F2516019%2F