Fr., 12.05.2017

Bundeswehr-Affäre Franco A.: Offizier soll Kontakt zur rechtsextremen Soldaten gehabt haben Ermittlungen gegen Augustdorfer Oberleutnant

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Augustdorf (WB/as/dpa). Die  Bundeswehr-Affäre weitet sich aus: Ein Offizier der Panzerbrigade 21 in Augustdorf (Kreis Lippe) soll Kontakt zu der Gruppe rechtsextremer Soldaten um Franco A. gehabt haben.

Oberleutnant Ralf G. wurde am vorigen Montag wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert. Das bestätigte am Freitag der Augustdorfer Presseoffizier Martin Waltemathe dem WESTFALEN-BLATT.

»Gegen den Soldaten wird seit geraumer Zeit ermittelt. Am Montag hat ihm der Kommandeur der 1. Panzerdivision die Ausübung des Dienstes und das Tragen der Uniform verboten«, sagte Waltemathe.

Rechtsextreme Äußerung

Der Fall sei der Bundesanwaltschaft übergeben worden. Die Karlsruher Behörde soll klären, ob Ralf G. nähere Kenntnisse von den Planungen der Gruppe um Franco A. hatte. Das hat der »Spiegel« berichtet.

Ralf G. war durch die Meldung eines Kameraden aufgefallen. Demnach soll er sich  in der Rommel-Kaserne rechtsextrem geäußert und auch einen Hinweis auf d  ie Gruppe rund um Oberleutnant Franco A. gegeben haben.

So sagte Ralf G. laut der Zeugenaussage des Kameraden, in der Kaserne Illkirch gebe es »eine Gruppe gewaltbereiter Offiziere, die Waffen und Munition sammeln, um im Fall eines Bürgerkriegs auf der richtigen Seite zu kämpfen«. In Illkirch waren auch Franco A. und der ebenfalls festgenommene Maximilian T. stationiert.

Kasernen durchsucht

Dort hatte das Jägerbataillon 291 einen Raum mit Wehrmachtssoldaten in Heldenposen dekoriert ausgeschmückt – weshalb Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nun sämtliche Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht, etwa Stahlhelme oder Gewehre, durchsuchen lässt.

D  ieser Kampagne fiel jetzt auch Altkanzler Helmut Schmidt zum Opfer. Da ein Bild den 2015 gestorbenen SPD-Politiker in Wehrmachtsuniform zeigt, ließ die nach ihm benannte Bundeswehruniversität Hamburg sein Konterfei aus dem Flur eines Studentenwohnheims entfernen.

Bisher keine Haft

Ermittlungen der Bundeswehr ergaben, dass Ralf G. Maximilian T. persönlich kannte; er sitzt wie Franco A. wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Untersuchungshaft. Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte am Freitag die Bundesanwaltschaft, dass sich Ralf G. bislang nicht in Haft befinde.

Kommentare

Ziel restlos verfeht.

Wer hier von Hexenjagd spricht, dürfte von Demokratie sowenig Ahnung haben wie ein Pinguin vom Fliegen. Dieser Ex-Soldat ist für jeden anständigen Soldaten eine Zumutung, eine nicht zu verzeihende Peinlichkeit. Aber anscheinend sind Flüchtlinge, die zu uns wegen der Demokratie kommen, für manche Fremdenfeinde bösartige Eindringlinge.Diese Menschen suchen Schutz bei uns vor Krieg, Chaos, Hunger und Not. Das vollgefressene Europa gönnt jedoch diesen Menschen nicht mal das Wasser in der Suppe.

Nebenschauplatz

Man hat den Eindruck als wenn man mit der Hexenjagd nach alten Relikten der Wehrmacht und der Diskussion um den Namen Rommel von einem ganz wichtigen Aspekt der Sache ablenken.
Wie konnte ein Mensch, der weder die Sprache beherrscht noch sonstige Kenntnisse über das Land hat, aus dem er angeblich geflohen ist, Asyl bekommen?
Man möchte da gar nicht drüber nachdenken welche anderen Personen da noch mit in´s Land gespült wurden......

2 Kommentare

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