Do., 16.02.2017

Maritim-Hotelkette erhält viele Anrufe und Mails mit Zustimmung aber auch mit Angriffen Lob und Kritik nach AfD-Verbannung

Viele Reaktionen hat die Hotelkette auf ihren AfD-Ausschluss erhalten.

Viele Reaktionen hat die Hotelkette auf ihren AfD-Ausschluss erhalten. Foto: dpa

Bad Salzuflen (WB/ca). Die Entscheidung der Hotelkette Maritim (Bad Salzuflen), Björn Höcke Hausverbot für alle Hotels zu erteilen und keine Veranstaltungsräume mehr an die AfD zu vermieten , hat etliche Reaktionen ausgelöst.

»Wir bekommen Anrufe und Mails mit Zustimmung, aber auch mit Angriffen «, sagte eine Sprecherin des Unternehmens, das mit 33 Hotels nach eigenen Angaben größter Anbieter von Tagungsräumen in Deutschland ist. Die Reaktionen kämen aber wohl nicht von Gästen, sondern von Interessengruppen.

Als weltoffener und internationaler Gastgeber distanziere sich Maritim von Äußerungen Höckes, die nicht vereinbar seien mit der deutschen Geschichte »und unserer Auffassung eines offenen Miteinanders. Bei uns arbeiten Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, und wir haben internationale Gäste.«

Maritim-Geschäftsführer Gerd Prochaska sagte, man habe versucht, den 2016 geschlossenen Vertrag für den AfD-Parteitag im Maritim Köln (23. und 24. April) zu kündigen, was aber nicht möglich gewesen sei. Wegen des Parteitags waren die Kölner Mitarbeiter beschimpft worden. Ein Mann hatte sogar in der Lobby Morddrohungen ausgestoßen. Die Polizei ermittelt.

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