Mo., 06.03.2017

Staatsanwaltschaft Detmold geht davon aus, dass Eltern gelogen haben Angeschossener Junge: Schütze war wohl Familienmitglied

Nicht vor diesem, sondern wohl in diesem Haus soll das Kind angeschossen worden sein.

Nicht vor diesem, sondern wohl in diesem Haus soll das Kind angeschossen worden sein. Foto: Christian Althoff

Bad Salzuflen/Detmold (WB). Anfang Februar war ein dreijähriger Junge in Bad Salzuflen mit einem Luftgewehr angeschossen worden. Die Tat geschah aber wohl nicht auf offener Straße, wie die Angehörigen des Kindes ausgesagt hatten.

Wie die Staatsanwaltschaft Detmold am Montag mitteilte, »spricht viel dafür, dass ein Familienangehöriger im Inneren einer Wohnung fahrlässig mit einer Schusswaffe hantiert hatte, wodurch sich ein Schuss gelöst und den Jungen zufällig getroffen hatte«.

Dagegen liegen keine Anhaltspunkte für die Version der Familienangehörigen vor, wonach der Junge Opfer eines Schusses auf offener Straße geworden sei. »Offenbar ist die Familie nicht gewillt, offen und ehrlich mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen zu arbeiten«, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Tat geschah am 5. Februar. Die Familie des Jungen – Syrer aus Krefeld – hatten am Wochenende Bekannte in Bad Salzuflen besucht und einen Ausflug unternommen. Die Ermittler gingen unmittelbar nach dem Vorfall davon aus, dass zwischen Täter und Familie keine Verbindung bestehe.

Die Angehörigen müssten sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten. Darüber hinaus bestehe gegen den mutmaßlichen Schützen der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag, 7. März, im WESTFALEN-BLATT.

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