Di., 26.09.2017

Gericht bestätigt Urteil aus Detmold Verurteilung wegen ausländerfeindlicher Kommentare auf Facebook

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Detmold/Hamm (epd). Ein Ex-Berufssoldat, der in seiner Zeit bei der Bundeswehr Ausländer und Flüchtlinge auf einer öffentlichen Facebook-Seite rassistisch beschimpft hat, ist vom Oberlandesgericht Hamm zu einer Geldstrafe von 3750 Euro verurteilt worden.

Die vom Angeklagten abgegebenen Kommentare erfüllten den Tatbestand der Volksverhetzung, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten rechtskräftigen Beschluss des Gerichts. (AZ: 4 RVs 103/17 OLG Hamm)

Damit wurde ein vorangegangenes Urteil des Landgerichts Detmold bestätigt. Der Angeklagte habe die Menschenwürde anderer dadurch angegriffen, dass er kriminelle Ausländer und Flüchtlinge verachtenswert, minderwertig und unwürdig dargestellt habe, erklärten die Richter des Oberlandesgerichts. So habe er sie auf der Facebook-Seite mit Nachrichten aus der Region unter anderem als »Gesochse«, »Affen« und »Ungeziefer« bezeichnet.

Da der Angeklagte damals in seinem Facebook-Profil selbst angegeben habe, bei der Bundeswehr beschäftigt zu sein, habe es sich in dem Fall nicht um die Äußerung einer Privatperson gehandelt, hieß es. Ein Berufssoldat habe die Aufgabe, die verfassungsmäßigen Rechte auch von Ausländern zu schützen, betonten die Richter. Der Mann aus dem Kreis Höxter ist inzwischen aus der Bundeswehr ausgeschieden.

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