Do., 27.11.2014

Einer der Männer ist gegen Kaution freigelassen worden Moschee-Anschlag aufgeklärt

Dieser gelbe Kanister, den die Polizei am Tatort fand, hat zu den beiden Tatverdächtigen geführt.

Dieser gelbe Kanister, den die Polizei am Tatort fand, hat zu den beiden Tatverdächtigen geführt. Foto: Oliver Schwabe

Bad Salzuflen/Bielefeld (WB/epd). Der Brandanschlag auf eine Moschee in Bad Salzuflen vor sechs Wochen ist aufgeklärt. Am Donnerstagvormittag teilten die Ermittler mit, dass zwei Männer festgenommen worden seien und bestätigten damit einen Bericht des WESTFALEN-BLATTES.

Der Hauptbeschuldigte, ein 28-jähriger Mann, sitzt in Untersuchungshaft. Der zweite Mann (25) Mittäter habe ihn mit seiner Aussage belastet, teilte die Polizei mit. Wegen seiner Aussage wurde der jüngere Täter gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen beide Männer erhob die Staatsanwaltschaft Detmold Anklage wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung. Das Strafmaß dafür liegt zwischen fünf Jahren und lebenslänglich, wie Oberstaatsanwalt Ralf Vetter sagte.

Die Beschuldigten sind jesidische Kurden. Die beiden Männer waren nach Polizeiangaben in einer Tankstelle in der Nähe der Moschee gefilmt worden. Dort hatten sie den für den Brandanschlag verwendeten Benzinkanister gekauft und befüllt.

Der Gemeindevorsitzende Ramazan Aygör vor der Vahdet-Moschee in Bad Salzuflen-Schötmar. Foto: Christian Althoff

Das Staatschutz-Kommissariat der Bielefelder Polizei geht von religiösen und politischen Motiven aus. Zwischen Jesiden und Muslimen war es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Auseinandersetzungen gekommen. Im August hatte es in Herford Ausschreitungen zwischen Jesiden und muslimischen Extremisten gegeben, nachdem zuvor muslimische Salafisten Jesiden überfallen hatten.

In Bad Salzuflen war am 11. Oktober das Eingangstor eines Wohnhauses in Brand gesetzt, in dem sich die Moschee befindet. Das Feuer konnte gelöscht worden, bevor es auf das gesamte Gebäude übergriff. Ein Bewohner konnte das Haus noch selbst verlassen. Acht Bewohner wurden über das Vordach des Hauses von der Feuerwehr gerettet. Verletzt wurde niemand.

Kommentare

Es ist unglaublich das Gastrecht so zu ignorieren. Alle Extremisten raus.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2905562?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198397%2F2516026%2F