Mo., 21.08.2017

Top-Reiter starten in Springprüfungen – Showelemente und Bauernmarkt gefallen 2000 Besucher beim Charity-Turnier in Schlangen

Die Rheinisch-Westfälische Schleppjagd auf dem Gelände an der Fürstenallee ist ein Show-Höhepunkt des Charity-Turniers.

Die Rheinisch-Westfälische Schleppjagd auf dem Gelände an der Fürstenallee ist ein Show-Höhepunkt des Charity-Turniers. Foto: Sonja Möller

Von Sonja Möller

Schlangen (WB). Weit mehr als 2000 Besucher sind am Wochenende zum Charity-Turnier an der Fürstenallee geströmt. Sie erleben einen Mix aus Unterhaltung, hochklassigem Reitsport, Kurzweil und einer Deutschlandpremiere.

Am Sonntag stehen die Besucher dicht an dicht am Turnierplatz – bestens gelaunt, auch wenn hin und wieder der Regenschirm aufgespannt werden muss. Es gibt ja auch einiges zu sehen. Neben den hochklassigen Springprüfungen (siehe Lokalsport) hat Initiator Ulrich Stedefeder Programmpunkte vorbereitet, die das Publikum in Atem halten.

Rheinisch-Westfälische Schleppjagd startet auf dem Turnierplatz

Ein eindrucksvolles Bild geben zum Beispiel die Reiter der Rheinisch-Westfälischen

Schleppjagd ab, als sie in ihren roten Jacken auf den Turnierplatz reiten. In ihrer Mitte laufen gut 30 Hunde neben den Reitern her. Zwei Schlepper reiten vorab die Strecke rund ums Gelände ab und legen eine Spur mithilfe einer Pansenlauge.

»Seit mehr als 35 Jahren wird nicht mehr auf Lebendwild gejagt, sondern extra etwas verwendet, das in der Natur nicht vorkommt«, informiert der Moderator. Dann geht’s los. Die Hunde folgen mit lautem Gejaule der Spur vom Platz auf eine Wiese und zurück auf die Geländestrecke. Hinter ihnen galoppieren die Reiter. Die Zuschauer verfolgen das Spektakel aus sicherer Entfernung.

Pilotprojekt in Schlangen

Initiator Ulrich Stedefeder hat sich extra für das Charity-Turnier etwas Neues ausgedacht: »Wir starten ein Pilotprojekt. Wir bieten eine Stafetten Spring-/Geländeprüfung an. Das hat es in ganz Deutschland noch nie gegeben«, sagt er. Dabei treten zwei Reiter im Team an. Der Erste absolviert einen Springparcours der Klasse L. Hat er das letzte Hindernis übersprungen, startet Reiter Nummer zwei. Nach zwei Hindernissen auf dem Platz geht es auf die anspruchsvolle Geländestrecke.

In den Hindernissen haben Ulrich Stedefeder und Roland Groß aus Vlotho die Sennelandschaft nachempfunden und detailreich gestaltet. »So eine Prüfung hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Das ist einmalig«, zeigt sich Wertungsrichter und Springreiter Gerd Könemann beeindruckt.

Die Geländestrecke hat es in sich: Elf Reiter starten mit einem Sprung über einen rot-weißen Schlagbaum, der den Absperrungen in der Senne nachempfunden ist. Für zwei von ihnen endet der Durchlauf bereits hier. Ihren Pferden ist das Hindernis suspekt. Sie bleiben einfach stehen und die Reiter stürzen. Verletzt wird aber niemand.

Weiter geht es über Baumstämme, eine Kombination aus Gartenzäunen und einen hölzernen Tisch. Bevor die Reiter wieder auf den Platz springen, können sie zwischen einem Wassergraben und einem Berghindernis wählen.

Kurzweilige Unterhaltung neben dem Sport

Kurzweilige Unterhaltung ist auch rund um den Parcours geboten. Hier gibt es jede Menge zu entdecken, stöbern und sich zu informieren. Bei den Kindern hoch im Kurs ist das Ponyreiten und der Spielbereich mit Treckern und einer Holzeisenbahn.

Bekannte Reiter wie Johannes Ehning, Hendrik Griese oder auch Tim Rieskamp-Goedeking haben auf der Terrasse des Veranstaltungszelts gesessen und sich unterhalten. Viele sind bereits am Donnerstag angereist und haben ihre Pferde auf das Gelände von Martin Horstmann gebracht. Dort standen zwei Stallzelte. Die Organisation ist reibungslos gelaufen. Alle Schlänger Vereine beteiligten sich. »Eine ganze Gemeinde hilft mit. Einfach alle sind dabei. Das ist eine tolle Leistung und kann sich sehen lassen«, ist Landrat Dr. Axel Lehmann beeindruckt.

Mehr zum Thema lesen Sie am Montag, 21. August, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schlangen.

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