Sa., 04.11.2017

Erlös vom Charity-Turnier in Schlangen übergeben 26.000 Euro für krebskranke Menschen

Glückliche Gesichter: Ulrich Stedefeder (rechts), Schirmherrin Marianne Thomann-Stahl (4. von links) und Elke Sabass (5. von links) freuen sich bei der Übergabe des Erlöses vom Charity-Turnier mit (von links) Prof. Frank Hartmann, Johannes Hütte (Geschäftsführer Klinikum Lippe), Sandra Hermann, Christina Vetter, Dr. Horst Leber, Christine Isermann und Andrea Rottmann.

Glückliche Gesichter: Ulrich Stedefeder (rechts), Schirmherrin Marianne Thomann-Stahl (4. von links) und Elke Sabass (5. von links) freuen sich bei der Übergabe des Erlöses vom Charity-Turnier mit (von links) Prof. Frank Hartmann, Johannes Hütte (Geschäftsführer Klinikum Lippe), Sandra Hermann, Christina Vetter, Dr. Horst Leber, Christine Isermann und Andrea Rottmann. Foto: Sonja Möller

Von Sonja Möller

Schlangen (WB). Die Fürstenallee in Schlangen war im August drei Tage Schauplatz eines Charity-Turniers, bei dem sich Top-Reiter wie Marcus Ehning trafen. Ulrich Stedefeder wollte damit ein Zeichen setzen und krebskranke Menschen unterstützen. Jetzt steht der Erlös fest: 26.000 Euro gehen je zur Hälfte ans Klinikum Lippe und den Förderverein für unabhängige psychosoziale Krebsberatung Paderborn.

Zur Übergabe des Turniererlöses an die beiden Begünstigten hatte Initiator Ulrich Stedefeder alle Weggefährten und Helfer des Charity-Turniers ins Bürgerhaus eingeladen. Die Tische waren gut gefüllt und Vertreter von Vereinen, Sponsoren und der Politik tauschten sich aus.

Auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl war dabei. Sie hatte die Schirmherrschaft des Turniers übernommen: »Als ich gefragt wurde, ob ich das machen würde, habe ich sofort ja gesagt. Ich kannte Ulrich Stedefeder ja schon durch meine Tochter, die selbst reitet.« Marianne Thomann-Stahl war an allen drei Tagen vor Ort und ließ sich von der Atmosphäre begeistern: »Ich bedanke mich heute im Namen der ganzen Region. Nicht nur für den hochklassigen Sport, sondern auch für eine Veranstaltung, die es in ganz OWL, und vielleicht sogar in ganz NRW, so noch nicht gegeben hat«, richtete sie ihr Wort direkt an Ulrich Stedefeder.

13.000 Euro für Förderverein für unabhängige psychosoziale Betreuung

Dann war der Moment gekommen: Alle waren gespannt darauf, was beim Charity-Turnier schlussendlich für eine Summe zusammengekommen war. Ulrich Stedefeder sagte: »Jetzt kommt der Knaller!« Und damit untertrieb er nicht: 13.000 Euro kommen dem Verein für unabhängige psychosoziale Krebsberatung Paderborn zugute. »Ich bin völlig sprachlos. Diese Summe übertrifft unsere Erwartungen bei weitem«, wusste Vorstandsmitglied Dr. Horst Leber erst gar nicht, was er sagen sollte: »Das Geld wird vielen sehr gut tun. Damit ist gesichert, dass wir die Krebsberatung weiterführen können.«

Ziel des Fördervereins ist es, dauerhaft eine ganze Personalstelle für die psychosoziale Krebsberatung zu finanzieren. Der Bedarf sei groß, aber die Beratung werde von den Kostenträgern nicht übernommen. Deswegen ist der Verein auf Spenden angewiesen. Die psychosoziale Krebsberatung für Betroffene beinhaltet neben Informationen auch familiäre Unterstützung, psychoonkologische Begleitung und Beratung bei Behördengängen.

26.000 Euro fließen in Neubau der Palliativstation

Genauso sprachlos präsentierte sich Prof. Frank Hartmann, als er einen Scheck in gleicher Höhe bekam: 13.000 Euro fließen in den Neubau der Palliativstation in Lemgo, die Ende 2018 eröffnet werden soll. »Hier wird den Menschen losgelöst von der Krankheit geholfen. Ich betone, dass wir keine Sterbestation sind. Das Geld ist für die Lipper Bürger gut angelegt«, sagte Frank Hartmann, Chefarzt der Onkologie am Klinikum Lippe.

Und es kommt noch besser: Da es sich bei der Spende um eine Zustiftung für die Gesundheitsstiftung Lippe handelt, verdoppelt der Kreis diese Summe. Damit fließen 26.000 Euro in den Neubau der Palliativstation.

Ulrich Stedefeder nutzte die Gelegenheit, sich bei allen, die mitgeholfen haben, zu bedanken: »Was ihr an Hilfe, Kraft und finanziellen Mitteln zur Verfügung gestellt habt, das ist der Wahnsinn. Ein ganzes Dorf macht mit. Genau so war es. Alle haben dazu beigetragen, dass dieses Turnier ein Erfolg wird. Und dafür danke ich euch.«

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