Mo., 01.09.2014

Quartettverein Bad Oeynhausen feiert 125-jähriges Bestehen mit Festkonzert im Theater im Park Einfach unvergesslich!

Im vollbesetzten Theater im Park feiert der Quartettverein Bad Oeynhausen sein 125-jähriges Bestehen mit einem gelungenen Jubiläumskonzert.

Im vollbesetzten Theater im Park feiert der Quartettverein Bad Oeynhausen sein 125-jähriges Bestehen mit einem gelungenen Jubiläumskonzert. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Mit einem unvergesslichen Jubiläumskonzert im Theater im Park hat der Quartettverein Bad Oeynhausen am Samstag sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Wesentlich zum Gelingen der fast dreistündigen Veranstaltung trugen der Chor Halka aus Inowroclaw und der Tenor Radoslaw Rydlewski bei.

Im Verlauf des Programms zeigten sich die Gastgeber des Quartettvereins von ihrer besten Seite. Gut gelaunt, mit klarer Aussprache und vollem Klang, nahmen sie unter der Gesamtleitung von Reinhard Neumann vor allem drei Musikgenres ins Visier: Opern- und Operettenmelodien, Folkloristisches sowie Schifffahrts- und Seemannslieder. Das musikalische Fundament für den beschwingten Streifzug durch das breitgefächerte Repertoire bereitete den Sängern Christof Neumann am Klavier. Bei einigen Stücken erhielt der routinierte Pianist Rückendeckung durch die mit Akkordeon, Keyboard und Schlagzeug besetzte Rhythmusgruppe Ellenbeck.

Als musikalische Gäste wirkten die Damen und Herren des gemischten Chores Halka aus Bad Oeynhausens Partnerstadt Inowroclaw an der Veranstaltung mit. Auch ihr musikalischer Leiter Waldemar Szafranski setzte auf Vielfalt. Außer polnischen Volksliedern sowie Melodien aus den Musicals »Anatevka« und »Phantom der Oper« hatte er mit dem »Gefangenenchor« aus Verdis »Nabucco« ebenfalls eine Opern-Arie aufs Programm gesetzt. Während ihres Vortrages waren die polnischen Sänger nicht auf sich allein gestellt. Bei einigen Stücken wurde ein Playback eingespielt.

Höhepunkt ist der Auftritt des Tenors Radoslaw Rydlewski

Zu den Höhepunkten des nahezu dreistündigen Programms zählten die Auftritte des Tenors Radoslaw Rydlewski. Mit sehr viel Pathos und schier unerschöpflichem Klangvolumen reihte er eine herzerweichende (Operetten)-Arie an die nächste. »Freunde, das Leben ist lebenswert«, »O sole mio«, »Dein ist mein ganzes Herz« – auch unter den männlichen Zuhörern konnte sich am Ende niemand mehr dem betörenden Gesang des galanten Charmeurs entziehen. Mit der Arie »Ich knüpfte manche zarte Band« war Chorleiter Reinhard Neumann zudem ein weiterer besonderer Glücksgriff gelungen, heißt es doch unter anderem im Text »Der Polin Reiz ist unerreicht.« Was für ein großzügiges Kompliment an die Sängerinnen des Chores Halka.

Insbesondere kurz vor dem Konzertende hielten die Mitwirkenden so manche Überraschung für die Konzertbesucher bereit. Beim Trinklied aus der Operette »Der Bettelstudent« ließ Tenor Radoslaw Rydlewski einen Champagner-Korken knallen. Bevor er mit Chorleiter Reinhard Neumann anstoßen konnte, ergoss sich ein Teil des edlen Gesöffs in einer schwungvollen Fontaine auf den Bühnenboden.

Das Abschlussstück »Inowroclawskie Solanki« dirigierten die Chorleiter Reinhard Neumann und Waldemar Szafranski gemeinsam. Zudem tanzten zu den anheimelnden Klängen der Hymne auf das polnische Inowroclaw zwei Paare aus den Reihen des Chores Halka auf der Bühne. Die meisten Besucher summten oder tanzten ebenfalls ausgelassen mit.

Die große Begeisterung über das rundum gelungene Konzertprogramm, in das die Mitwirkenden unzählige Stunden Vorbereitungsarbeit investiert hatten, entlud sich in Bravorufen und einem stürmischen Schlussapplaus. Günter Wittig, erster Vorsitzender des Quartettvereins, nahm den Beifall für seine Sänger und sich dankbar entgegen: »Ich hoffe sehr, dass wir uns hier alle bei den traditionellen Weihnachtskonzerten am dritten Advent wieder sehen«

Nach dem Konzert setzten die Sänger des Quartettvereins und des Chores Halka die Jubiläumsfeierlichkeiten bei einem Abendessen in der Wandelhalle fort.

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