Mi., 20.01.2016

Bürgermeister Achim Wilmsmeier bezieht Stellung zur Integration von Flüchtlingen »Möglichst viel möglich machen«

Durch Flüchtlinge, die nach Bad Oeynhausen kommen, wird die Gesellschaft immer bunter. Damit ihre Integration in der Stadt gelingen kann, sind insbesondere Sprachkurse erforderlich. Hinzu kommen aber noch viele weitere Maßnahmen.

Durch Flüchtlinge, die nach Bad Oeynhausen kommen, wird die Gesellschaft immer bunter. Damit ihre Integration in der Stadt gelingen kann, sind insbesondere Sprachkurse erforderlich. Hinzu kommen aber noch viele weitere Maßnahmen. Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Wie es aktuell um die Integration von Flüchtlingen in Bad Oeynhausen bestellt ist, hat das WESTFALEN-BLATT mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier erörtert. Dieser kommt zu dem Schluss, dass hier und da ein noch größerer Beitrag zur Integration sicher wünschenswert wäre, dafür aber auch die Rahmenbedingungen angepasst werden müssten.

»Gemessen an der Tatsache, dass wir im vergangenen Jahr fast 600 Flüchtlinge zugewiesen bekommen haben, sind wir bei der Integration auf einem guten Weg«, sagte Achim Wilmsmeier. Dabei gelte es aber auch zu bedenken, dass irgendwann personelle Grenzen erreicht seien. »Wir sind bemüht, alles was möglich ist, auch möglich zu machen«, betonte der Bürgermeister. Gerade der Fachbereich Jugend, Soziales und Schulen leiste hervorragende Arbeit. Und das neben den alltäglichen Aufgaben, die parallel zur Flüchtlingsthematik auch weiter erledigt werden müssten.

Bürgermeister Achim Wilmsmeier Foto: Claus Brand

Im Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen kommt laut Achim Wilmsmeier auch ehrenamtlichem Engagement eine wichtige Bedeutung zu. »Ich finde es überwältigend, dass wir seit dem Start der Notunterkunft in Rehme einen Stamm von mehr als 300 Ehrenamtlichen haben, die dort die Flüchtlinge betreuen«, sagte der Bürgermeister. Viele Bad Oeynhausener engagierten sich dort und leisteten damit sicher ebenfalls einen wichtigen ersten Beitrag zur Integration dieser Menschen in Deutschland. Hinzu komme auch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer der Johanniter in der Kleiderkammer, das ja auch den Flüchtlingen zugute komme, die der Stadt zugewiesen seien. Achim Wilmsmeier: »Ich hatte die ehrenamtlichen Helfer in der vergangenen Woche zu  einem Treffen eingeladen. Dabei habe ich in vielen Gesprächen einen Einblick in das bekommen, was die Ehrenamtlichen für uns leisten.«

Doch auch die Stadt selbst muss nach Einschätzung des Bürgermeisters ihren Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten. »Eines unserer erklärten Ziele ist es ja, die Menschen in Wohnungen verteilt im gesamten Stadtgebiet unterzubringen«, betonte Achim Wilmsmeier. Das sei ein erster wichtiger Baustein für die Integration: »Denn wo können die neuen Einwohner der Stadt unsere Kultur besser kennenlernen als unter Nachbarn?«

Dass die Menschen dabei die Mietverträge und die Verträge mit Versorgern selbst abschlössen, trage ebenso dazu bei, sehr früh ein gewisses Maß an Selbstständigkeit zu erlangen. Hinzu komme natürlich die Unterbringung der Kinder und Jugendlichen in den Kindergärten und Schulen. »Hier versuchen wir, sehr zeitnah nach der Zuweisung zu handeln und die Betreuung sicherzustellen«, sagte der Bürgermeister. Ganz aktuell überlege der Bereich Jugendförderung, auch zusätzliche Spielgruppen zu organisieren. Das sei ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Integration.

»Das sprichwörtliche ›etwas mehr‹ auch bei der Integration ist sicher wünschenswert, und wir sind bemüht, die Rahmenbedingungen, da wo erforderlich, gegebenenfalls auch anzupassen«, sagte Achim Wilmsmeier. In diesem Zusammenhang müsse auch überlegt werden, wie der Kinderschutzbund angesichts eines höheren Zuschusses stärker mit eingebunden werden könne.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Bad Oeynhausener Mittwochsausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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