Do., 21.01.2016

Dr. Karin Overlack und Prof. Dr. Jan Gummert blicken auf erfolgreiches Jahr des Herz- und Diabeteszentrums zurück »Deutlich besser als der Bundesdurchschnitt«

Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jan Gummert stoßen im Foyer des Theaters im Park auf einen gelungenen Neujahrsempfang des HDZ NRW an.

Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jan Gummert stoßen im Foyer des Theaters im Park auf einen gelungenen Neujahrsempfang des HDZ NRW an. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Seit fünf Jahren ist es Tradition, dass die Verantwortlichen des Herz- und Diabeteszentrums (HDZ) NRW den Neujahrsempfang im Theater im Park nutzen, um die eigene Arbeit Revue passieren zu lassen. Eine erfreuliche Erfolgsbilanz zogen am Mittwoch sowohl Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack als auch Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jan Gummert.

»In einer von vielerlei weltweiten Katastrophen geprägten Zeit ist es schwierig, den Bogen  zur Arbeit des Herz- und Diabeteszentrums NRW zu spannen«, sagte Karin Overlack. Die Gesundheitspolitik sei nach wie vor von immer neuen Reformen geprägt. Vorrangiges Ziel müsse es aber weiterhin sein, möglichst allen Bürgern ein adäquates Medizinangebot zugänglich zu machen, das gleichzeitig auch noch finanzierbar sei.

»Eine Erkrankung trifft den Patienten und sein Umfeld oft  mit voller Wucht«, sagte die HDZ-Geschäftsführerin. Die meisten seien nicht darauf vorbereitet und hätten keine Wahl bei der Versorgung. In diesem Zusammenhang komme dem HDZ in Bad Oeynhausen – »Europas größtem Herztransplantationszentrum« – eine wichtige Rolle zu. Sinkende Zahlen bei den Organspendern seien das Ergebnis von Manipulationsskandalen andernorts. Auch das HDZ müsse aber dazu beitragen, neues Vertrauen herzustellen. Karin Overlack: »Besonnenheit und Demut sind der Grundstein für eine echte und auch  nachhaltige Qualität.«

Diesen Gedanken griff Jan Gummert in seiner Ansprache auf. »Das HDZ kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Ergebnisse der Qualitätssicherung sind erneut deutlich besser als der Bundesdurchschnitt«, sagte der Ärztliche Direktor. Die Anzahl der Patienten bewege sich auf einem konstant hohen Niveau. Allerdings sei die Komplexität der Erkrankungen weiter gewachsen. Jan Gummert: »Daraus ergeben sich auch stärkere Belastungen für unsere Mitarbeiter.« Der Erfolg des HDZ sei aber nicht das Werk einzelner, sondern dem Einsatz aller Klinikbeschäftigten zu verdanken.

Um das Vertrauen in die Organspende wiederherzustellen, will der Ärztliche Direktor den in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg fortsetzen: »Transparenz war für das HDZ schon immer selbstverständlich.« Im vergangenen Jahr seien an der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum 75 Herztransplantationen – sechs davon bei Kindern und Jugendlichen – vorgenommen worden. »Unser Ziel muss es sein, diese Zahl 2016 wieder zu steigern«, sagte der Ärztliche Direktor. Die Voraussetzungen seien gegeben: Von den Patienten, die derzeit in Deutschland auf ein Spenderherz warten, stehe ein Viertel auf der Warteliste des Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen. Als weitere Herausforderung beschrieb Jan Gummert die geplante  Zusammenarbeit mit den Mühlenkreiskliniken und dem Klinikum Herford bei der Medizinerausbildung.

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