Fr., 02.12.2016

Nach 25 Jahren werden am 30. März die letzten Frauenkulturtage ausgerichtet Fulminante Gala zum Abschied

Beate Henke (von links), Sabine Berges, Angela Lüling, Petra Prochnow, Marie-Luise Kleinehollenhorst und Gabi Kopp haben in den vergangenen 25 Jahren immer wieder neue Ansätze für die Frauenkulturtage gesucht und gefunden. Nun soll Schluss sein. Zum Abschluss gibt es aber noch einmal eine fulminante Kabarett-Gala im Bürgerhaus.

Beate Henke (von links), Sabine Berges, Angela Lüling, Petra Prochnow, Marie-Luise Kleinehollenhorst und Gabi Kopp haben in den vergangenen 25 Jahren immer wieder neue Ansätze für die Frauenkulturtage gesucht und gefunden. Nun soll Schluss sein. Zum Abschluss gibt es aber noch einmal eine fulminante Kabarett-Gala im Bürgerhaus.

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). »Sind dann mal... weg!« – nein es handelt es sich nicht um den Bestseller von Hape Kerkeling. Es handelt sich um den Titel für das Programm der kommenden Frauenkulturtage (FKT). Und die sind gleichzeitig auch die letzten in Espelkamp.

Nach dann genau 25 Jahren hat sich das FKT-Team gedacht. »Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist«, sagt Gabi Kopp, die genauso wie Sabine Berges zum FKT-Orga-Team der ersten Stunde gehört. Die Frauenkulturtage hinterlassen eine große Lücke im Kulturkalender der Stadt Espelkamp. Denn Beate Henke weiß, dass die Veranstaltungsreihe in den vergangenen Jahren immer zu den erfolgreichsten der Stadt Espelkamp überhaupt gehörte.

Harter Schnitt

Das Team mit Beate Henke, Angela Lüling, Sabine Berges, Gabi Kopp, Petra Prochnow und Marie-Luise Kleinehollenhorst hat sich lange Gedanken darüber gemacht, ob und wenn überhaupt, wie sie die Veranstaltungsreihe fortsetzen wollen. »Aber es muss mal eine Veränderung geben«, sagt Gabi Kopp beim Treffen des Teams im Gasthaus Schulenburg Bad Fiestel. »Es ist Zeit für etwas ganz Neues«, sagt Kopp. Und dabei müsse man dann auch den Mut haben, es mit einem harten Schnitt zu beenden. »Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist«, fügt Beate Henke an.

Dass es dem FKT-Team nicht leicht gefallen ist, diese Entscheidung zu treffen, ist deutlich zu merken, wenn sich die Frauen über die vergangenen nunmehr knapp 25 Jahre unterhalten. Veranstaltungen wie die vollkommen ausverkaufte Lesung mit Birgit Schrowange oder der Auftritt von »Salut Salon« zum 20-jährigen werden immer in Erinnerung bleiben.

Kinonacht

Angela Lüling erinnert sich auch noch gut an die erste Kinonacht. Damals seien die Ansprüche an den Film sehr hoch gewesen. So hätte der Film neben einer Hauptdarstellerin unter anderem auch eine Regisseurin aufweisen müssen. Die Suche dauerte lange. Und am Ende hätten die Organisatorinnen mit drei Personen im Kino gesessen. Bei dem dreistündigen Werk seien dann auch ab und an die Augen zugefallen. Mit den Jahren aber wurde der Kinoabend der Frauenkulturtage immer mehr zum Renner. »Beim letzten Mal mussten wir sogar Stühle dazu stellen«, erinnert sich Beate Henke.

Darüber werden sich die Frauen dieses Mal keine Gedanken machen müssen. Denn zum Abschied haben sie das Programm für die 25. Frauenkulturtage auf nur einen Abend gelegt – und das mit voller Absicht.

Es handelt sich dabei um einen Kabarettabend im Bürgerhaus. Und den wollen die FKT-Organisatorinnen mit Freunden, Wegbegleitern, Sponsoren und FKT-Fans zusammen begehen – am 30. März ab 19.30 Uhr. Dann wartet mit den drei Kabarettistinnen Lioba Albus, Maria Vollmer und Sia Korthaus »geballte Frauenpower« auf das Publikum.

Karten im Vorverkauf

Für das Genre Kabarett hat sich das Orga-Team entschieden, weil »die Besucher uns beim Kabarett immer die Bude eingerannt haben. Unser Publikum liebt Kabarett«.

Dieser Abend soll auch noch einmal ein großes Dankeschön an das treue Publikum sein, das sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert habe. Beim Abschlussabend sollen »alle einen schönen und runden Abend haben und fröhlich nach Hause gehen«, sagen die FKT-Organisatorinnen. Hierfür haben sie auch unter anderem einige Sponsoren gewinnen können. Die Eintrittskarten für den Frauenkultur-Gala-Kabarett-Abend im Bürgerhaus gibt es ab sofort im Kulturbüro der Stadt, Telefon 0 57 72/56 21 85.

»Wir freuen uns total«, blicken die Frauen bereits mit Vorfreude auf den »fulminanten Abend«. Sie wissen aber auch, dass sie nach 25 Jahren »eine Ära beenden werden«. Eine Rückkehr mit einer neuen Idee wollen die Frauen übrigens nicht ausschließen. Sie sagen aber auch, dass sie in jedem Falle eine Auszeit – eine »kreative Schaffenspause« – von mindestens einem Jahr nehmen werden. »Wir sind am Ziel. Und danach werden die Würfel neu geworfen.«

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