Do., 09.11.2017

Zukunftswerkstatt in Frotheim: Frotheimer diskutieren über Mobilität auf dem Land Anstoß für neue Ideen

Die Frotheimer sind glücklich über ihre neue Ortsdurchfahrt. Jedoch bereiten die Intervalle der Fußgänger-Ampel zur Grundschule einigen Bürgern Kopfzerbrechen. Die Grünphase für die Fußgänger sei zu kurz, hieß es.

Die Frotheimer sind glücklich über ihre neue Ortsdurchfahrt. Jedoch bereiten die Intervalle der Fußgänger-Ampel zur Grundschule einigen Bürgern Kopfzerbrechen. Die Grünphase für die Fußgänger sei zu kurz, hieß es. Foto: Felix Quebbemann

Von Felix Quebbemann

Espelkamp-Frotheim (WB). Die Mobilität auf dem Land wird ein immer wichtigeres Thema – nicht nur für die ältere Generation. Es sind alle Einwohner der ländlichen Struktur davon betroffen. Grund genug für die dritte Zukunftswerkstatt in Frotheim, sich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Bessere Anbindung

Unter der Moderation von Günter Bünemann, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, haben sich etwa 25 Bürger im Gasthaus Im Loh/Albersmeyer getroffen. Eine bessere Anbindung an die Innenstadt Espelkamps sei wünschenswert, lautete der Tenor aus der Bürgerschaft.

Auch Ortsvorsteher Wilhelm Stockmann vertrat im Gespräch mit dieser Zeitung diese Meinung und erläuterte, dass der Bürgerbus eine Möglichkeit bieten könne, die Dörfer besser mit der Innenstadt zu verbinden. Leider seien die Vororte nicht an das Verkehrsmittel angeschlossen. Allerdings, so Stockmann, sei es mit den vorhandenen Ressourcen des Bürgerbusses auch nicht so einfach möglich, die Dörfer in die Fahrtrouten einzubeziehen. Das Fahrzeug wird ausschließlich ehrenamtlich betrieben.

Fußgänger-Ampel

Dennoch sei das Thema auch in anderen Espelkamper Dörfern aktuell. In Zusammenarbeit der verschiedenen Orte könne eine mögliche Busroute erarbeitet werden, so Stockmann weiter. Dies aber solle nur ein Denkanstoß sein. »Es ist sehr wichtig, eine Lösung zu finden für diejenigen, die nicht so mobil sind, um in die Innenstadt zu kommen.« Denkbar, so Stockmann weiter, sei auch eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit für eine bessere Mobilität. Darüber hatten zuletzt die Gestringer in ihrer Dorfversammlung gesprochen und die Idee der Mitfahrerbank diskutiert (wir berichteten). Meik Blase sagte zu, sich um das Thema zu kümmern und zur nächsten Zusammenkunft weitere Informationen zu geben.

Ein weiteres Thema in der Versammlung war die neue Fußgängerampel, die über die Diepenauer Straße in den Arenskampweg zur Grundschule führt. Dabei wurde vorgebracht, dass die Ampel für die Fußgänger eine viel zu kurze Grünphase habe. »Die Ampel schaltet zu schnell um«, sagte Stockmann. Einige Kinder hätten erst die Hälfte des Weges zurückgelegt, da schalte die Ampel bereits wieder um. Man müsse die Intervalle verlängern, war die einhellige Meinung. Ortsvorsteher Stockmann erklärte, man stehe in Kontakt mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW.

Weihnachtsmarkt

Eine Premiere wird es darüber hinaus im kommenden Monat in Frotheim geben. Dann nämlich wird der erste Weihnachtsmarkt im Ort ausgerichtet. Am Samstag, 2. Dezember, ist es soweit. Auf dem Hof Meyhoff in der Stellerieger Straße 35 sollen insgesamt 15 Stände aufgebaut werden. Der Beginn des Marktes wird um 14 Uhr sein. Das Ende ist für 20 Uhr vorgesehen. Der Weihnachtsmann wird gegen 16 Uhr erwartet und hat vor allem für die jungen Besuchern Geschenke dabei. »15 Stände zur Premiere – das ist schon richtig gut«, erklärte Wilhelm Stockmann. Das gesamte Dorf sei erfreut darüber, dass Frotheim nun auch einen Weihnachtsmarkt habe.

Aus der Dorfgemeinschaft heraus habe sich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die dieses Vorhaben vorangetrieben habe. Aus der Bevölkerung seien zudem viele Impulse gekommen, um den Markt in die Tat umzusetzen, so Stockmann.

Lauftreff

In der Zukunftswerkstatt wurde ebenfalls der neu eingerichtete Lauftreff noch einmal angesprochen. Meik Blase und Klaudia Westphal treffen sich dafür mit allen Laufbegeisterten immer sonntags um 10 Uhr bei Wittenbrink am Kanal, um im Anschluss durch das alte Moor zu laufen. Der Lauftreff könne aber noch mehr Interessenten vertragen, erklärte Stockmann. Er werde noch nicht so gut angenommen, wie erhofft.

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