Mi., 11.01.2017

63-jährige Frau aus Preußisch Oldendorf kollidiert mit Eurobahn Tödlicher Unfall am Bahnübergang

Zusammenstoß mit der Eurobahn: Für die Autofahrerin kam jede Hilfe zu spät.

Zusammenstoß mit der Eurobahn: Für die Autofahrerin kam jede Hilfe zu spät. Foto: Kai Wessel

Lübbecke (WB/wk). Beim Zusammenstoß mit einer Eurobahn in Lübbecke ist am Mittwochnachmittag eine 63-jährige Frau aus Preußisch Oldendorf ums Leben gekommen.

Zahlreiche Einsatzkräfte mussten den Bahnübergang nach dem Unfall räumen. Foto: Kai Wessel

Nach Polizeiangaben näherte sich die Skoda-Fahrerin aus Richtung Stockhausen dem unbeschrankten Bahnübergang. In der Gegenrichtung sollen zu diesem Zeitpunkt schon Autos vor dem Bahnübergang angehalten haben. Obwohl die Signallichter nach ersten Erkenntnissen der Polizei einwandfrei funktionierten und rot blinkten, hielt die Skoda-Fahrerin nicht an. Ihr Wagen wurde von der Eurobahn an der Fahrerseite erfasst und 140 Meter weit mitgeschleift. Für die Fahrerin kam jede Hilfe zu spät.

Der Lokführer (41) aus Halle (Kreis Gütersloh ) hatte Sekunden vor dem Zusammenstoß noch ein Warnsignal gegeben. Er erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Notfallseelsorger kümmerten sich sowohl um ihn als auch um die elf Fahrgäste der Eurobahn. Sie blieben unverletzt und wurden später mit Taxis weitergefahren.

Bereits 2014 war ein Junge (5) bei einem ähnlichen Unfall gestorben.

Ins Krankenhaus musste ein 52-jähriger Bauarbeiter, der durch umherfliegende Trümmerteile verletzt wurde. Er war zum Unfallzeitpunkt mit Arbeiten für den Bau einer Schrankenanlage beschäftigt, die den Bahnübergang sicherer machen soll. Die Fertigstellung ist für März geplant.

Vor Ort war ein Großaufgebot von Rettungskräften und Polizei, auch ein Notfallmanager der Bahn. Die Bahnstrecke blieb stundenlang gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Mehr lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalteil Lübbecke.

 

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