Di., 26.09.2017

Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg besteht seit 35 Jahren Neues Dach und Geburtstag gefeiert

Vorstandsmitglieder und Förderer des Limbergvereins bei der Feier (von links): Marko Steiner, Georg Droste und Bernd Rust (beide Sparkasse), Christian Streich, Dieter Besserer, Ernst-August Schrewe und Ehrenvorsitzender Hartmann Wünsch.

Vorstandsmitglieder und Förderer des Limbergvereins bei der Feier (von links): Marko Steiner, Georg Droste und Bernd Rust (beide Sparkasse), Christian Streich, Dieter Besserer, Ernst-August Schrewe und Ehrenvorsitzender Hartmann Wünsch. Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Preußisch Oldendorf-Börninghausen (WB). Die Burgruine auf dem Limberg hat kürzlich ein neues Dach erhalten. Bereits 35 Jahre zurück liegt die Gründung des Vereins zum Erhalt dieses Bauwerkes. Beide Anlässe hat der Verein jetzt mit einem kleinen Geburtstagsfest rund um das historische Bauwerk gefeiert.

Marko Steiner, Bürgermeister und Vorsitzender des »Vereins zur Erhaltung der Burgruine Limberg«, freute sich besonders, bei der Feierstunde Hartmann Wünsch begrüßen zu können. Er ist Ehrenvorsitzender und dem Förderverein nach wie vor verbunden. Marko Seiner erinnerte daran, dass die Gründungsversammlung am 21. Januar 1982 in der Hauptschule Preußisch Oldendorf stattgefunden habe. »Es ist festzustellen, dass das Ziel, dieses historische Kulturgut zu erhalten, erreicht worden ist«, sagte Steiner.

142 Eheschließungen im Turmraum

Besonders wies er darauf hin, dass der Limbergturm seit 2009 auch als Trauraum beliebt sei: »Insgesamt sind 142 Eheschließung hier vom Standesamt der Stadt Preußisch Oldendorf durchgeführt worden. Dabei kamen die Brautpaare aus dem gesamten Bundesgebiet.

Der jüngste Schritt zum Erhalt sei die Sanierung des Turmdaches, die in diesem Frühjahr erfolgte. In den vergangenen 15 Jahren habe es immer mal wieder Dachreparaturen gegeben, die der Verein finanziell bewältigen konnte. »Die nun erfolgte Sanierung wäre dem Verein allein nicht möglich gewesen«, sagte er. Daher galt Steiners Dank den Sponsoren, der Sparkasse Minden Lübbecke und der Gauselmann-Stiftung, die sich mit insgesamt 6000 Euro an den Gesamtkosten der Arbeiten von 8600 Euro beteiligt hatten.

Dank an Sponsoren

Eine weiteren Spende der Sparkasse Minden-Lübbecke sei der Feier zum 35-jährigen Bestehen zu verdanken, erklärte der Vorsitzende. Die Dacharbeiten wurden von der Bad Holzhausener Firma Windten ausgeführt. Die Bauleitung von Seiten der Stadt hatte Siegfried Spanehl vom Bauamt. »Mein Dank gilt aber auch allen Freunden und Förderern, die sich in den vergangenen Jahren im Limbergverein engagiert haben.« Nicht unerwähnt ließ Steiner auch die Veranstaltung »Rock am Limberg« (»Eine positive Werbung für die Burgruine«).

Nach Angaben des Vereinsgeschäftsführers Christian Streich sind in die Restaurierungsarbeiten bis heute 280.000 Euro investiert worden. Davon habe der Limbergverein etwa 90.000 Euro selbst aufgebracht.

Manfred Beermann war treibende Kraft

Anschließend übergab Steiner das Wort mit Dank an den ehemaligen Stadtheimatpfleger Dieter Besserer, »Historiker und das Gedächtnis unserer Stadt«. Besserer erinnerte in einem Vortrag nicht nur an die Gründung des Vereins, sondern gab auch historische Einblicke in die Geschichte des Limbergs. »Hintergrund des Vereins war die Aufwertung der Limbergregion, die mit dem Antrag als Luftkurort für Bad Holzhausen 1978 ihren Anfang nahm«, erklärte Besserer. Der Limberg sollte auch wegen der geografischen Lage eine zentrale Rolle in dem gemeinsamen Kurgebiet der Stadt bekommen, verdeutlichte er.

Besserer betonte, dass Stadtdirektor Manfred Beermann 1981 eine der treibenden Kräfte der Gründung des Fördervereins gewesen sei. 85 Mitglieder zählte er nach der Gründungsversammlung. »Wir können feststellen, dass der Vereinszweck – die Erhaltung der Burgruine – nachhaltig erreicht wurde«, sagte Dieter Besserer. Ausdrücklich dankte er den Eigentümer-Familien von Oheimb beziehungsweise von Rundstedt. »Sie haben es dem Verein vor 35 Jahren bis heute erlaubt, die Burgruine Limberg als Geschichtsdenkmal in der Bausubstanz zu sichern«, sagte der Experte.

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