Do., 22.09.2016

Nach langer Pause lädt Förderverein zum heiteren Abend ein Klönen auf Platt kehrt zurück

Nicht nur Freunde der plattdeutschen Sprache sind am 30. September auf den Museumshof eingeladen, um einen heiteren Abend zu erleben. Vor acht Jahren haben Klaus Möller und Magdalene Kottenbrink die Veranstaltung zum letzten Mal organisiert.

Nicht nur Freunde der plattdeutschen Sprache sind am 30. September auf den Museumshof eingeladen, um einen heiteren Abend zu erleben. Vor acht Jahren haben Klaus Möller und Magdalene Kottenbrink die Veranstaltung zum letzten Mal organisiert.

Rahden-Kleinendorf(bös). Willi Kracht und Wilhelm Peper haben vor mehr als 30 Jahren den plattdeutschen Abend auf dem Museumshof Rahden ins Leben gerufen.

Damit bescherten der ehemalige langjährige Vorsitzende des inzwischen aufgelösten Heimatvereins Rahden und das engagierte Mitglied der Abteilung »Plattdeutsche Sprache« vielen Menschen unterhaltsame, heitere Stunden. Doch 2008 wurde die Veranstaltung zum letzten Mal organisiert, damals unter der Regie von Krachts Nachfolger Klaus Möller und Magdalene Kottenbrink, der damaligen Leiterin der historischen Anlage in Kleinendorf.

Alte Traditionen

»Auf vielfachen Wunsch veranstaltet der Verein » Freunde und Förderer Museumshof Rahden« in diesem Jahr den Klönabend in plattdeutscher Sprache im Haupthaus des Museumshofes erneut«, kündigt Vereinsvorsitzender Wieland Staub an. Dabei solle in lockerer Atmosphäre an alte Traditionen angeknüpft, Lustiges und Besinnliches in gemütlicher Runde mit musikalischer Umrahmung und natürlich in Plattdeutsch dargeboten werden. Termin ist am Freitag, 30. September, um 19 Uhr.

Geschichten werden vorgetragen

Darauf freut sich auch Klaus Möller. Der ehemalige Rahdener Ortsheimatpfleger denkt gern an diese Veranstaltung zurück. »Wilhelm Peper gehörte zu denen, die Geschichten vortrugen. Er begann immer mit den Worten »Dat wat ick ju vortelle, ess äine wahre Begebenheit‹, allerdings sagte er das mit einem Augenzwinkern, denn was folgte, war amüsant und heiter, aber so ganz wahr doch nicht«, erinnert sich Möller schmunzelnd. Bergs Oma dagegen hat viele heitere Anekdoten aus ihrem Leben erzählt. Nicht vergessen hat Möller auch den Schwarten, den die Frauen des Heimatvereins servierten. »Doch irgendwann gingen uns einfach die Geschichten aus. Deshalb beschlossen Magdalene Kottenbrink und ich, dass wir eine Pause einlegen sollten. Ja, und die hat bis heute gedauert«, meint Möller, der mit Wieland Staub gesprochen hat und auch Beiträge liefern würde. »Ich denke, das gilt ebenso für Magdalene Kottenbrink.«

Zwieback zu den Geschichten

»Alle Interessierten, die Spaß an der plattdeutschen Sprache haben oder einfach nur einen geselligen Abend in anderer Atmosphäre verbringen möchten, sind willkommen«, lädt Wieland Staub zur Neuauflage ein. Gereicht würden – neben plattdeutschen kurzweiligen Episoden – auch warme Getränke und Zwieback wie damals.

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Freunde und Förderer freuen sich aber über eine kleine Spende für die Vereinskasse. Mitzubringen sind ein eigener Kaffeebecher, ein Kissen für die Sitzbank und – wer hat – eine möglichst historische Handlampe (kein offenes Feuer) für den Heimweg. »Die Wiederaufnahme eines solchen Klönabends ist anlässlich des 50-jährigen Bestehens unseres Museumshofes ein gut gewählter Zeitpunkt«, ist Wieland Staub überzeugt. Er und sein Team freuen sich auf möglichst viele Gäste.

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