Fr., 23.09.2016

Ausstellung in Dielingen würdigt Geschichte von Lemförder bis ZF »Zukunft braucht Herkunft«

Eröffnung der Ausstellung in dem neuen Gebäude (von links): Jan Kenneweg, Andrea Henning, Vortsandsmitglied Michael Hankel, Geschäftsführer Uwe Coßmann und Betriebsratsvorsitzender Jürgen Bunge schneiden das symbolische Band durch.

Eröffnung der Ausstellung in dem neuen Gebäude (von links): Jan Kenneweg, Andrea Henning, Vortsandsmitglied Michael Hankel, Geschäftsführer Uwe Coßmann und Betriebsratsvorsitzender Jürgen Bunge schneiden das symbolische Band durch. Foto: Michael Nichau

Von Michael Nichau

Stemwede (WB). Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter einen Hut zu bringen ist gar nicht so einfach. Gelungen ist dies in der Ausstellung »Von Lemförder bis ZF: Innovative Fahrwerktechnik seit 1947«, die gestern am Dielinger Standort der ZF Friedrichshafen AG eröffnet worden ist.

ZF-Vorstandsmitglied Michael Hankel, Andrea Henning (Leiterin des Multidivisionsstandortes Lemförde), Uwe Coßmann (Leiter der Division Fahrwerktechnik), Betriebsratsvorsitzender Jürgen Bunge sowie Jan Kenneweg

(Student im Dualen Ausbildungsgang, als Vertreter der 200 Auszubildenden in der Dümmer-Region) haben Festreden gehalten. Sie erläuterten, welche Bedeutung die Ausstellung, die in einem extra errichteten Gebäude ihren Platz gefunden hat, für den drittgrößten Automobilzulieferer der Welt besitzt.

Zentrale Figuren

»Dr. Jürgen Ulderup und seine Frau Irmgard sind die zentralen Figuren der Firmengeschichte der Lemförder Metallwarengesellschaft. Mit dieser Ausstellung würdigen wir ihr Engagement und ihr unternehmerisches Geschick«, sagte Andrea Henning.

»Zeitzeugen haben daran mitgearbeitet«, erläuterte sie und nannte Adelheid Hollberg, die erste Auszubildende, die Ulderup noch selbst eingestellt hatte, Ingrid Griepenstroh (langjährige Assistentin von Geschäftsführer Bernd Habersack), Ralf Bick (persönlicher Fahrer von Jürgen Ulderup), Ingo Knoll (Leiter der Produktion Damme), Walter Obermeyer (Verwalter der Werkswohnung) und Reinhard Richter (Leiter der Entwicklung Nutzfahrzeug-Bereich).

Positive Erfahrungen

Sie berichten in kleinen Filmen über ihre Erfahrungen mit »dem Doktor«. Immer habe dieser den menschlichen Aspekt neben der Arbeit berücksichtigt«, lobte Hollberg, die in ihrem Beitrag, der auf einem Bildschirm gezeigt wird, beschreibt, wie Ulderup sie in der Nachkriegszeit mit einer Gans zum Weihnachtsfest überraschte.

Doch nicht nur die Vergangenheit ist Thema: »Keine Zukunft ohne Herkunft«, betonte Michael Hankel, eigens aus Friedrichshafen angereist. »Die Marke Lemförder und das Eulen-Logo sind nicht aus der Produktion verschwunden«, sagte er. Er würdigte die Art, wie Ulderup sein unternehmerisches Erbe seit 1984 gesichert habe. »Mit der schrittweisen Integration von Lemförder in den ZF-Konzern ist dies möglich geworden. Beleg dafür sei die fortlaufende Entwicklung rund um den Dümmer.

»Diese Weitsichtigkeit der Familie Ulderup möchten wir weiterentwickeln. Wir werden künftig nicht mehr die klassische Technik haben. Eine Achse enthält dann Elektromotoren, die elektronisch gesteuert werden«, meinte er. »Die Zukunft führt vom Zahnrad zu intelligenten mechanisch-elektronischen Systemen.«

Weg in die Zukunft

Uwe Coßmann erläuterte, wie wichtig diese technologische Zukunft für die 3500 Mitarbeiter in den ZF-Standorten der Dümmer-Region sei: »Wir werden vom Zulieferer zum Anbieter von ganzen Systemen. Das ist der Weg, um Marktentwicklungen mitzugestalten.« Damit wolle das Unternehmen seiner Verpflichtung nachkommen und den Fortbestand des Ulderup-Lebenswerks sichern.

Betriebsrat Jürgen Bunge würdigte die Verantwortung von ZF für dessen Mitarbeiter: »Die jüngsten Abschlüsse mit einer Beschäftigungsgarantie für sechs Jahre sprechen eine deutliche Sprache und geben Sicherheit.«

Ausstellung dokumentiert Werte

Jan Kenneweg betonte, dass die Ausstellung künftig dazu beitrage, dass sich Praktikanten und Auszubildende gut über die Firma informieren könnten. »Sie bekommen ein Gefühl für die Werte, für die ZF steht«, sagte der Student, der mit einem Schülerpraktikum den Weg in das Unternehmen fand. »Dann können die Auszubildenden auch besser verstehen, was ein Eulen-Logo mit Fahrwerktechnik zu tun hat.«

In der Ausstellung können sich ab Oktober nicht nur die Firmenmitglieder informieren: ZF möchte sie – nach Voranmeldung beim Pförtner oder bei Unternehmenssprecherin Nicole Weber (Telefon 0 54 74/ 60 21 90) – auch für externe Besucher öffnen.

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