Di., 25.07.2017

»Viel erreicht« – André Kuper besucht Kai Abruszat und Landhandel Brehop Landtagspräsident lobt Stemwede

Sie begutachten Futtermittel-Proben im Wehdemer Landhandel Brehop: Landtagspräsident André Kuper (von links), Kai Abruszat, Bianca Winkelmann, Michael Hemann und Firmenchef Eckhard Brehop.

Sie begutachten Futtermittel-Proben im Wehdemer Landhandel Brehop: Landtagspräsident André Kuper (von links), Kai Abruszat, Bianca Winkelmann, Michael Hemann und Firmenchef Eckhard Brehop. Foto: Dieter Wehbrink

Von Dieter Wehbrink

Stemwede (WB). Jetzt NRW-Landtagspräsident André Kuper, am 1. August der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp und am 8. September die neue Schulministerin Yvonne Gebauer – Kabinett-Mitglieder von Ministerpräsident Armin Laschet geben sich in Stemwede die Ehre.

Nicht ohne Grund, wie gestern der Besuch von André Kuper in der Gemeinde zeigte: Es ist Bürgermeister Kai Abruszat (FDP), der als ehemaliger Landtagsabgeordneter sehr gute Beziehungen zur Düsseldorfer Politik unterhält. Auch mit Kuper, dem früheren hauptamtlichen Rietberger CDU-Bürgermeister und gelernten Diplom-Verwaltungs- sowie Betriebswirt, versteht sich Abruszat bestens. Während der Koalitionsverhandlungen zum Thema »Kommunales« hatte Kuper die CDU-Delegation und Abruszat die FDP-Abordnung geführt.

19 Mitarbeiter

Nach einem Gespräch im Leverner Rathaus fuhren die beiden Politiker gestern nach Wehdem zum Landhandel Aug. Brehop. Kai Abruszat hatte diesen Betrieb gezielt ausgewählt. »Das Unternehmen Brehop besteht seit 200 Jahren. Ich kenne keine Firma hier am Standort, die so lange – privat geführt – gewirkt hat. Das ist etwas Besonderes für Stemwede, das man hegen und pflegen muss«, sagte Abruszat.

Eckhard und Heike Brehop empfingen die Gäste, zu denen auch die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann und Michael Hemann, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Stemwede, gehörten. Über die Gäste freute sich auch Senior Helmut Brehop.

Mit derzeit 19 Mitarbeitern wird bei Brehops schwerpunktmäßig Getreide von heimischen Bauern in modernen Mischanlagen zu hochwertigem Nutztier-Fertigfutter hergestellt und verkauft. Bestellt ein Bauer bis 9 Uhr morgens eine individuelle Futtermischung, wird sie am selben Tag noch nach den Wünschen des Kunden gemischt und mit eigenem Fuhrpark ausgeliefert. Mindestens 150 Futter-Rezepturen kann das Werk herstellen.

Kontrollen von Futter

Die Gäste ließen sich von Eckhard Brehop und seinem Mitarbeiter Martin Leckebusch die computergesteuerten Mahl-, Misch und Abfüllanlagen erklären. Auch Bianca Winkelmann, selbst Landwirtin und neue agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, konnte Kuper viel über Futtermittel und Landwirtschaft berichten. Der Gast bekam Futterproben gezeigt, die der Betrieb von jedem ausgelieferten Futter zurückbehält. Im Zuge des »QS-Audits« müssen unabhängige Kontrolleure schnell feststellen können, ob eventuell das Futter Ursache für Tiergesundheitsprobleme war.

»Mehr Unterstützung für den Mittelstand«

Eckhard Brehop wünschte sich von der neuen schwarz-gelben Landesregierung Unterstützung für Landwirtschaft und Handel. Dazu gehöre beispielsweise die Entbürokratisierung, etwa bei der Umsetzung von Bauprojekten. »Das gilt auch fürs Handwerk«, warf Michael Hemann ein. Auch er führt selbst als Tischlermeister und Techniker einen Betrieb (Ladenbau Hemann in Haldem).

André Kuper betonte, er sei bewusst nach Stemwede gekommen, weil man in Düsseldorf oft glaube, NRW höre »am Teuto auf«. Der Austausch mit Kai Abruszat und den Brehops freue ihn sehr. »Ich bin sehr beeindruckt, was hier bei Ihnen in der Gemeinde geleistet wird«, zog der Landtagspräsident Bilanz. »Man sieht, was man auch im ländlichen Raum erreichen kann, wenn Bürgermeister und Rat konstruktiv zum Wohle ihrer Gemeinde zusammenarbeiten. Heraus kommt ein gutes Ergebnis für den Bürger. Hier bei Ihnen lässt es sich gut leben.«

»Ländlichen Raum nicht gängeln«

Kai Abruszat bemerkte, in Stemwede werde eine enorme Wertschöpfung betrieben. Der ländliche Raum habe von sich aus ein gr0ßes Interesse daran, dies zu erhalten. Aber dieses Engagement dürfe seitens der Politik nicht von oben herab gegängelt, sondern müsse gefördert werden.

Bianca Winkelmann wies – wie auch Eckhard Brehop – darauf hin, dass die Landwirtschaft im heimischen Raum eine große Bedeutung habe. Nach wie vor seien davon viele Arbeitsplätze abhängig, sagte die Landtagsabgeordnete. Schwarz-Gelb in Düsseldorf wisse dies zu würdigen und werde sich bemühen, die »von Rot-Grün geschürte Misstrauenskultur gegenüber der Landwirtschaft abzubauen«, versprach die Preußisch Ströherin.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5033281?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198399%2F2516045%2F