Do., 09.11.2017

Landwirt in Wewelsburg findet Symbole nach Abrissarbeiten NS-Runen an Stallmauer entdeckt

Zwei Runen aus der NS-Zeit hat ein Wewelsburger Landwirt nach Abrissarbeiten an seinem Stall entdeckt.

Zwei Runen aus der NS-Zeit hat ein Wewelsburger Landwirt nach Abrissarbeiten an seinem Stall entdeckt. Foto: Hans Büttner

Büren-Wewelsburg (WB/eb). Landwirt Ferdinand Kloppenburg ist entsetzt, nachdem er einen alten Fachwerkturm an der Giebelseite seines Stalls abgerissen hat. Im Mauerwerk kommen zwei mannshohe germanische Runen zum Vorschein.

»Ich musste erst einmal im Internet nachsehen, um herauszubekommen, was das überhaupt für Zeichen sind«, sagt Kloppenburg. Schnell fand er heraus, dass es sich um die Lebensrune und um die Odalrune handelt.

Entstanden sind die Runen wahrscheinlich während des Krieges. Hofbesitzer Josef Kloppenburg siedelte damals nach Schlesien um, baute zuvor aber noch das Wirtschaftsgebäude auf seiner Hofanlage.

Später wurde der Stall zum Gerätehaus der Feuerwehr umgebaut. Um die Schläuche trocknen zu können, wurde an der Giebelseite ein Schlauchturm gebaut, der die Runen verdecke. Der Turm verlor in den vergangenen Jahren immer mehr an Stabilität, bis er jetzt abgerissen werden musste – und Ferdinand Kloppenburg vor das Problem stellte, wie er nun mit der unliebsamen Hinterlassenschaft umgehen soll.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 10. November, im WESTFALEN-BLATT/Ausgabe Büren.

Kommentare

Runw

Ich muß feststellen, daß die Gehirnwäsche am deutschen Volke tatsächlich immer noch sehr prästent ist. Das das christliche Kreuzein mehrfaches an Menschenopfern gefordert hat, und immer noch fordert, daß wird ja gerne übersehe, zumal die Kirche ja immer noch an der Macht ist, und was die wenigsten zu wissen scheinen, verwendet die christliche Kirche heidniische Symbole zuhauf - der Pfarrer wendet die Algizrune (hier auf diesem Bild gut erkennbar) bei seinen Auftritten in der Kirche an und der Papst hat das umgekehrte Kreuz in seinem Thron eingearbeitet. Auch die deutsche Bundesweer verwendet immer noch Runen - sogar öffentlich wird es gezeigt. (Hier frage ich mich, warum der Staat seine eigenen Bürger für etwas bestraft, daß er für sich selbst beansprucht. Mag sein, daß dies bei manchen Lesern jetzt ein Entsetzen auslösen wird, sei es, weil ich hier die "arme, heilige Kirche" des Falschtums bezeichne, oder weil die Menschen, die das lesen, vielleicht auch aufwachen und anfangen, das gesamt Falschtum am politischen und journalistich Hetzerei gegen die eigene Kultur zu hinterfragen.

Wie auch immer: ich als Druide des Österreichischen Druidenordens stehe für Frieden. Das wir Frieden finden mögen mit unserer Vergangenheit. Das wir Frieden finden mögen in uns selbst. Das wir frieden mögen mit und in unserem Umfeld und unserer Gesellschaft. Auch mit diesen Symbolen, die nichts dafür können, daß sie mißbraucht wurden, wie Geld auch nichts dafür kann, wie damit umgegangen wird. Ich persönlich finde es schön, daß es das Erbe unserer Ahnen in aller Munde ist. Und hier gilt ebenso: zu wissen, heißt nicht unbedingt zu verstehen.

Möge unser Erbe und unsere alte Religion wieder die Menschen erreiche, denn sie ist die Spiritualität des naturverbundenen Menschen und steht nicht als Symbol für Rassisten und Rechtsradikale. Ich schäme mich für alljene die unser Erbe mißbrauchen und diestanziere mich öffentlich von ihnen.

Heil und Frieden können nur vom Herzen her kommen und gelten für Mensch und Natur.

So wünsche ich allen die das lesen Frieden, Wahrheit und Liebe in ihrem Heruzen und ihrem Geiste.

Michael Wega Ogric, Druide des ÖDO (Österreichischer Druidenorden)

Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie hirnrissig diese Gesellschaft mit historischen Gegebenheiten umgeht. In Allem, was irgendwie unbekannt ist, wird sofort eine Nazi-Hinterlassenschaft vermutet. Es wird Zeit, daß sich unser geschichtliches Verständnis ändert.

Traurig

Ich kann mich hier meinem Vorredner nur anschließen - Germanische Runen waren früher weit verbreitet, nicht alles was nach 'Kantig geschriebenen Buchstaben' aussieht stammt unweigerlich aus der NS-Zeit. Runen aus dem Futhark sind alt-traditionelle Buchstaben aus der Zeit, bevor die lateinische Schrift in unseren Kreisen Fuß gefasst hat und existieren daher schon weitaus länger als der NS-Gedanke.
Von qualitativem Jounalismus würde ich schon etwas mehr Hintergrund-Recherche erwarten, bevor man einen solchen Text verfasst und allem ohne Nachzudenken den NS-Stempel aufdrückt.

Erst informieren, dann schreiben!

NS-Runen? So ein Schwachsinn!
Diese Runen (Algiz "Leben" und Othala "Heim") sind ganz alte (Haus-)Schutzrunen aus dem Futhark, die man noch an vielen alten Häusern findet. Sie sind ein traditionelles Überbleibsel der vorchristlichen Zeit - auf jeden Fall mehr als 1.000 Jahre älter als die Nazis. Wahrscheinlich haben das damals die Maurer einfach so gemacht, weil es in vielen Gegenden Deutschlands üblich war.
Zudem verwendeten die Nazis ein ganz anderes - in großen Teilen frei erfundenes bzw. aus verschiedenen Runenarten zusammengepfuschtes Runen-"Alphabet", die sogen. "Armanen-Runen", die ein österr. völkischer Esotheriker (Guido v. List) erfunden hatte.
Alles Dinge, die man in knapp 5 Minuten im Internet recherchieren könnte! Schwache Leistung!
Nicht jede Rune hat irgendetwas mit Nazis zu tun.

4 Kommentare

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