Di., 14.11.2017

Beteiligungsprozess für Bürener Innenstadt ist gestartet Jetzt sind die Bürger gefragt

In Gruppen notierten die Teilnehmer der Bürgerbeteiligung erste Ideen.

In Gruppen notierten die Teilnehmer der Bürgerbeteiligung erste Ideen. Foto: Hanne Hagelgans

Büren (WB/han). Mit 350 Teilnehmern hat die Bürgerbeteiligung »Büren Mitte – neu denken« begonnen. Nach dem Ratsbürgerentscheid vor zwei Jahren sollen neue Nutzungsideen gefunden werden.

Mit der Moderation des 28.000 Euro teuren Prozesses hat die Stadt Planerin Elke Frauns aus Münster beauftragt. Sie betonte, damit die Bürgerbeteiligung ein Erfolg werde, sei es wichtig, konstruktiv zusammenzuarbeiten und den Blick in die Zukunft zu richten.

Bekanntlich wollte ein Investor im Zentrum das alte Kreishaus und benachbarte Gebäude abreißen und ein Fachmarktzentrum errichten. Dagegen wehrte sich eine Bürgerinitiative. Sie erreichte einen Ratsbürgerentscheid und setzte sich mit ihrem Widerstand durch.

Nach der Auftaktveranstaltung, bei der bereits erste Einschätzungen und Ideen eingeholt wurden, soll sich noch in diesem Jahr ein Experten-Workshop anschließen. Nächster Schritt ist der so genannte »Büren Workshop«, in dem 150 Bürger gemeinsam Ideen und Wünsche entwickeln sollen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch, 15. November, im WESTFALEN-BLATT/Ausgabe Büren.

Kommentare

Kreativität und Geld sind gefragt

Ob durch die Beauftragung von Elke Frauns das „Ruder noch einmal herumgerissen“ werden kann, ist die große Frage. Denn es hat sich aus meiner Sicht eine „Spirale nach unten“ in Gang gesetzt, die sich speist aus einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung, Wegzug junger Menschen in Ballungsräume, Wegfall von Kaufkraft, Aufgabe von Geschäften, Rückgang gesellschaftlichen Lebens und zunehmende „Verwahrlosung“ des Stadtbildes durch leerstehende Gebäude und ungepflegte Hausfassaden. Es wird, darüber sollte sich die Stadt im Klaren sein, ohne Investitionen in die Infrastruktur nicht gehen, um das Stadtbild nachhaltig zu modernisieren. Das Fehlen einer Fußgängerzone als einem absoluten Mittelpunkt jeder Stadt ist das Hauptmanko in Büren. Es fehlt somit ein Hauptattraktionspunkt, der Besucher in die Stadt lockt. Die Innenstadt wird durch die beiden Hauptverkehrsstraßen, nämlich der Burgstraße und der Königsstraße, nicht erschlossen, um Besucher anzulocken, sondern eher zerschnitten. Selbst der Schwerlastverkehr donnert über die Königsstraße hinweg und lädt somit nicht zum gemütlichen Verweilen oder Bummeln ein. Dies muss geändert und andere Verkehrswege gesucht werden. Das ehemalige Kreishaus sollte abgerissen oder sinnvoll für Vereine oder ein Jugendhaus genutzt werden; letzteres könnte Büren auch für junge Familien wieder interessant machen. Was vielleicht leicht zu bewerkstelligen ist, wäre die Innenstadt wieder farbenfroher zu gestalten, denn als ich in 2016 hierherzog, fiel mir sofort ein „graues Image“ auf, dass die Stadt ausstrahlt. Es sind die kreativen Menschen gefragt - und weniger die Bedenkenträger, „Ja-aber-Sager“ und sonstigen bremsenden Kräfte einer Stadt.

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