Mi., 13.09.2017

600.000 Euro Schaden bei Feuer in Tischlerei in Delbrück-Westenholz Polizei geht von Brandstiftung aus

Weite Teile des Holzlagers und der Produktionsräume der Tischlerei wurden durch ein Großfeuer vernichtet

Weite Teile des Holzlagers und der Produktionsräume der Tischlerei wurden durch ein Großfeuer vernichtet Foto: Axel Langer

Delbrück (al). Zum dritten Mal nach 2010 und 2012 ist in der Nacht zu Dienstag eine Tischlerei am Randweg abgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Der Schaden liegt bei mehr als 600.000 Euro.

Die Familie des Firmeninhabers wohnt nebenan, ein Familienmitglied wurde nach Angaben der Polizei gegen 1.15 Uhr durch knisternde Geräusche geweckt und sah, dass die Produktionshalle brannte. Die Flammen breiteten sich schnell auch auf eine Lagerhalle und ein Bürogebäude aus.

Die Polizei ermittelte später, dass offenbar Unbekannte in die Produktionshalle eingebrochen waren und auch das Büro durchwühlt hatten. Anschließend, so die Polizei, sei an mehreren Stellen Feuer gelegt worden.

Die Tischlerei Borgmeier wurde 1975 gegründet. Der Familienbetrieb hat sich auf den Innenausbau, den Bau von Wintergärten, Treppen, Fenstern und Türen aus Holz spezialisiert.

Feuerwehrleute aus Westenholz, Delbrück und Lippling rückten an die Grenze zwischen den Kreisen Paderborn und Gütersloh aus. Die Rauchwolke über dem abseits gelegenen Gebäudekomplex ließ Schlimmes befürchten, und schließlich wurden alle Delbrücker Löschzüge in den Einsatz gerufen. Außerdem rückten Helfer aus Rietberg und Mastholte aus. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Der Brand zündete in einem Teilbereich durch

Ein Innenangriff war zunächst nur in Teilbereichen des verschachtelten Komplexes möglich. Schon bei den ersten Löschanstrengungen zündete der Brand in einem Teilbereich durch. Starke Windböen erschwerten die Löschmaßnahmen. Wasser wurde unter anderem aus dem nahegelegenen Mastholter See über Schläuche an die Einsatzstelle befördert. Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Produktionsräume oder Wohnhäuser konnte die Feuerwehr verhindern. Ein Feuerwehrmann musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 2.30 Uhr gelang es der Feuerwehr, das Feuer entscheidend zurückzudrängen Noch in der Nacht trug ein Bagger in Teilbereichen das Dach und die darauf montierte Photovoltaikanlage ab, so dass speziell im Bereich des Holzlagers Glutnester beseitigt werden konnten. Die Löschmaßnahmen zogen sich bis in den Vormittag.

Polizei sucht nach Zeugen

In der Firma ist es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu teils erheblichen Bränden gekommen, die in den meisten Fällen auf Brandstiftung zurückzuführen waren. Zeugen, die in der Brandnacht oder in den Tagen und Nächten zuvor im Bereich des Randwegs verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge wahrgenommen haben, werden gebeten, unter Tel. 05251/3060 mit der Polizei Kontakt aufzunehmen.

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