Do., 05.01.2017

Verdächtige sollen an Matratzen gezündelt haben – zwei Baracken in Staumühle sind unbewohnbar Feuer in Notunterkunft: fünf Bewohner festgenommen

Die Feuerwehr war in Staumühle im Einsatz.

Die Feuerwehr war in Staumühle im Einsatz. Foto: Meike Oblau

Hövelhof (WB). Nach dem Großbrand in der Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof-Staumühle hat es fünf Festnahmen gegeben. Bewohner der Unterkunft stehen im Verdacht, an Matratzen gezündelt zu haben. Das soll dazu geführt haben, dass zwei Wohnbaracken am Donnerstag komplett abgebrannt sind.

Etwa 110 Feuerwehrkräfte der Feuerwehren Hövelhof , Bad Lippspringe sowie auch der Defence Fire and Rescue Service aus Sennelager sowie rund 90 Kräfte von Hilfsorganisationen waren im Einsatz. 52 Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vor Ort behandelt. 30 mussten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.

Ein Bewohner ist schwerverletzt. 30 Menschen mussten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden. Zwei Feuerwehrkräfte erlitten leichte Verletzungen (Schnitt- und Rückenverletzungen).

Völlig unklar ist derzeit, wie das Feuer in dem Gebäude des Lagers Staumühle ausbrechen konnte, sagte die Pressesprecherin. Auch die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden.

Zum Einsatz kam das so genannte MANV- Konzept. MANV steht für Massenanfall von Verletzten. Bei so einer Lage wird auch überregionale Hilfe angefordert. In diesem Fall waren es je drei Rettungswagen der Feuerwehren Bielefeld und Gütersloh.

Insgesamt waren 23 Rettungs- und Krankentransportwagen vor Ort, um verletzte Menschen in die umliegenden Krankenhäuser bringen zu können. Beteiligt waren der Rettungsdienst des Kreises Paderborn, das Deutsche Rote Kreuz , der Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe. Der rettungsdienstliche Einsatz wurde durch den leitenden Notarzt des Kreises Paderborn und den organisatorischen Leiter Rettungsdienst geführt.

In der Flüchtlingsnotunterkunft Staumühle bei Hövelhof hat es am 9. Juni vergangenen Jahres schon mal gebrannt. Damals stand ein etwa 150 Quadratmeter großes Gebäude in Flammen.

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