Fr., 19.02.2016

Private Investoren sollen nun den Baumerlebnispfad realisieren Lippe verliert gegen Saar

So wie dieses Projekt im Schwarzwald hätte auch der Erlebnispfad in Bad Lippspringe aussehen können. Die Vorgespräche verliefen positiv, doch beim Thema Nachhaltigkeit nebst Einzugsgebiet auch nach der Gartenschau verlor die Lippe gegen die Saar.

So wie dieses Projekt im Schwarzwald hätte auch der Erlebnispfad in Bad Lippspringe aussehen können. Die Vorgespräche verliefen positiv, doch beim Thema Nachhaltigkeit nebst Einzugsgebiet auch nach der Gartenschau verlor die Lippe gegen die Saar. Foto: Erlebnis Akademie AG

Bad Lippspringe (WB/bel). Trotz des Scheiterns des Baumhotel-Vorhabens für die Landesgartenschau in Bad Lippspringe hält die Gartenschau-Gesellschaft an diesem Wunschprojekt und  einem Aussichtsturm fest. Private Investoren sollen die Vorhaben realisieren. Beinahe  hätte die Erlebnis-Akademie AG ihr Millionenprojekt eines Baumwipfelfades mit Aussichtsturm an der Lippe realisiert.

Das börsennotierte Aktienunternehmen entschied sich jedoch für die Saarschleife . Angedacht waren bei den Vorbesprechungen des Unternehmens mit Stadt und Gartenschaugesellschaft ein barrierefreier Baumwipfelpfad über eine Strecke von etwa einem Kilometer mit einer Höhe von bis zu 20 Metern und zum Abschluss ein doppelt so hoher Aussichtsturm . Es wäre eine Investition von vier bis fünf Millionen Euro gewesen. »Wir haben uns schließlich aber für die 1a-Lösung entschieden«, so Unternehmenssprecher Christian Kremer .

Bedenken beim Kundenpotenzial

Bad Lippspringe wäre zum jetzigen Zeitpunkt die 1b-Variante gewesen. Das Projekt wird im kommenden Jahr an der Saarschleife in der Gemeinde Mettlach realisiert. Es habe, so Kremer zu den Gründen für die Absage an Bad Lippspringe, Bedenken bezüglich der Nachhaltigkeit der Gartenschau mit dem entsprechenden Einzugsgebiet für das Kundenpotenzial gegeben. Vergleichbare Anlagen der Erlebnis-Akademie auf Rügen oder im Bayrischen Wald locken 250.000 und mehr Besucher im Jahr an. Auf den drei Wipfelfaden in Deutschland und einem weiteren in Tschechien wurden 2015 mehr als eine Million Besucher gezählt.

Die Chemie habe gestimmt

Die Absage an die Kurstadt habe keinesfalls an der Gesellschaft oder Stadt gelegen, so der Unternehmenssprecher. Angenehme Kontakte, schnelle und umfangreiche Informationen hätten die Gespräche gekennzeichnet. Die Chemie habe gestimmt, das Unternehmen projektiere aber parallel mehrere Vorhaben, in diesem Fall sei der Saarschleife der Vorzug gegeben worden.

Es wäre für die Gartenschau und die Stadt eine touristische Sensation gewesen. Die ersten Kontakte mit dem Unternehmen hatte der ehemalige Geschäftsführer der LGS, Herbert Gruber, Mitte 2014 geknüpft. Im Februar vergangenen Jahres fanden die ersten positiven Gespräche in Bad Lippspringe vor Ort statt. Als Standort für den Turm war eine der Freiflächen im Kurwald im Bereich des Haustenbecker Weges vorgesehen.

Die Erlebnis-Akademie hätte das Vorhaben in Bad Lippspringe wie bei den anderen bestehenden Projekten komplett in Eigenregie finanziert. Die Regel ist dabei ein Eintrittspreis von neun Euro pro Person und 20 Euro für die Familie.

Den Zuschlag erhielt jedoch schließlich das Projekt an der Saarschleife. Die Eröffnung dort ist bereits für Sommer 2016 geplant. Pfad und Turm sind schnell umzusetzen, da in der Regel 80 Prozent der Bauten aus unbehandeltem Holz bestehen.

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