Di., 05.04.2016

Große Teile der Grünanlage bleiben während der Veranstaltung frei zugänglich Arminiuspark lockt mit Themengärten

Auch das Prinzenpalais befindet sich innerhalb des Landesgartenschaugeländes. Dort wird während der Großveranstaltung das »grüne Klassenzimmer« beheimatet sein.

Auch das Prinzenpalais befindet sich innerhalb des Landesgartenschaugeländes. Dort wird während der Großveranstaltung das »grüne Klassenzimmer« beheimatet sein. Foto: Besim Mazhiqi

Bad Lippspringe (WB/per). Das Interesse an der Landesgartenschau (LGS)  in Bad Lippspringe ist ungebrochen: 500 Menschen nahmen am Sonntag an der Führung über das künftige LGS-Gelände teil. Und auch zur Präsentation der Planungen für den Arminiuspark am Montagabend kamen 400 Besucher ins Kongresshaus. Es gab viel Applaus, aber durchaus auch kritische Stimmen.

Landschaftsgärtnerin Laura Heuschneider ( Rheda-Wiedenbrück ) skizzierte zunächst den (eintrittspflichtigen) Bereich im Arminiuspark . Demnach sind Kongresshaus und Prinzenpalais eingeschlossen, während fast die komplette Wiese im westlichen und südlichen Teil frei zugänglich bleiben wird, ebenso die Lippe-Quelle.

Auf dem drei Hektar großen LGS-Gelände, das  über die Arminiusstraße mit dem Kaiser-Karls-Park verbunden wird, finden 2017 die so genannten Themengärten Platz. Gestaltet werden sie unter anderem von Friedhofsgärtnern, Kleingärtnern, Baumschulen, Kreisjägerschaft und Landfrauen. Auch Bad Lippspringes Partnerstadt Templin wird mit einem Garten vertreten sein.

Kritik am Wegfall der Parkplätze

Auf Kritik stößt der geplante Wegfall der Parkplätze am Kongresshaus. Dort soll nämlich eine kleine Zeltstadt aufgebaut werden, in der Floristen ihr Können zeigen. Auch die Landwirtschaft wird eine eigene mobile Ausstellungshalle erhalten, in der sie sich präsentieren kann.  Der Vorwurf einer Zuhörerin im Publikum: Der Stellplatz am Kongresshaus würde zu einem großen Teil von Besuchern frequentiert, die Patienten in der Karl-Hansen-Klinik besuchten.

Bauamtsleiter Ferdinand Hüpping   betonte, dass man in Absprache mit den angrenzenden Kliniken eine Ersatzlösung finden werde. Das gelte auch für den Wohnmobilstellplatz, der ebenfalls für die Zeit der Großveranstaltung (12. April bis 15. Oktober 2017) weichen muss.

Laura Heuschneider, die unter anderem bereits für die  gärtnerische Gestaltung der  Landesgartenschauen in Rietberg (2008) und Bad Essen (2010) verantwortlich zeichnete, stellte den Besuchern des Arminiusparks für das nächste Jahr farbenprächtige Blumenmeere in Aussicht. Demnach sollen während der sechsmonatigen Veranstaltung wechselnde Pflanzungen vorgenommen werden – mal mit kräftigen Farben, mal mit Pastelltönen, mal in leuchtendem Weiß.

Allergie-Garten

Die Ankündigung von LGS-Geschäftsführer Heinrich Sperling, den Allergie-Garten am Prinzenpalais in seiner jetzigen Form aufzugeben, brachte   eine Zuhörerin auf den Plan, die sich nach eigenen Angaben seit Jahren um ein Beet des Allergie-Gartens kümmere. Sie sei sich sicher, dass sich genügend freiwillige fänden, die die Parzelle betreuen würden.

Sperling sagte daraufhin  ein Gespräch zu, und er werde die Beseitigung des Allergie-Gartens noch einmal  überdenken. Im Prinzen-Palais selbst ist die Unterbringung eines »grünen Klassenzimmers« geplant, das  vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) betreut wird.

Noch ungeklärt ist derweil auch der Standort des Hauptparkplatzes während der Großveranstaltung, zu der mehr als 480.000 Besucher erwartet werden. Bauamtsleiter Ferdinand Hüpping nannte das Gewerbegebiet als eine Möglichkeit, jedoch sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Kritik an unbequemen Sitzbänken

Hüpping nahm sich auch Kritik eines Anwohners an, wonach die Sitzbänke aus Beton an den Dedinger Heideseen unbequem seien (»hässliche Betonklötze«) und Graffiti-Sprayer anzögen. »Hier werden wir nachbessern und zusätzlich deutlich bequemere Varianten aufstellen«, versicherte er. Insgesamt sollen im Gartenschaugelände 100 Bänke aufgestellt werden.

Während der Arbeiten im Armi­niuspark, die  im Sommer beginnen werden, soll der Landesgartenschau-Bereich nicht mehr zugänglich sein. Das Gelände wird zwar  komplett eingezäunt, doch betonte Landschaftsgärtnerin Laura Heuschneider, dass die Sicht in die Grünanlage  frei bleiben solle und deshalb Maschendrahtzäune zum Einsatz kämen.

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