Fr., 08.04.2016

Zehntausende Stauden zieren Kurwald und Kaiser-Karls-Park Landschaftsgärtner sind im Dauereinsatz

Lukas Schulze-Ahlke (links) und Dirk Martin pflanzten am Freitag Rhododendren auf dem Landesgartenschaugelände.

Lukas Schulze-Ahlke (links) und Dirk Martin pflanzten am Freitag Rhododendren auf dem Landesgartenschaugelände. Foto: Jörn Hannemann

Bad Lippspringe (WB/per). Fast genau ein Jahr vor dem Start der Landesgartenschau sind die ersten Pflanzen auf dem künftigen Veranstaltungsgelände eingesetzt worden. Bis Mai sollen 55.000 von insgesamt 76.000 Stauden in der Erde sein.

Mehr als ein halbes Dutzend Landschaftbauunternehmen ist derzeit im Kaiser-Karls-Park und im Kurwald unterwegs, damit die Besucher der Gartenschau pünktlich zum Startschuss von einer üppigen Blumenpracht empfangen werden. »Kleinsträucher und Stauden werden jetzt bereits gepflanzt, weil sie das verbleibende Jahr bis zur Eröffnung benötigen, um sich zu entwickeln«, erklärte am Freitag LGS-Geschäftsführer und Bauamtsleiter Ferdinand Hüpping während eines Rundganges über das Gelände.

Überwiegend Rhododendren und Kirschlorbeeren flankieren künftig den mehr als sechs Kilometer langen Parcours. Bis September folgt die nächste große »Pflanz-Welle«. Dann werden 100.000 Blumenzwiebeln gesetzt, die als Frühjahrsblüher für bunte Farbtupfen auf dem Veranstaltungsgelände sorgen sollen – unter anderen auch als ein 36 mal 18 Meter großes Landesgartenschau-Logo im Kaiser-Karls-Park.

Automatisches Bewässerungssystem

Versorgt werden sämtliche Beete und Gewächse mit Hilfe eines automatischen Bewässerungssystems. Sämtliche Bau- und Pflanzarbeiten liegen Hüpping zufolge voll im Zeitplan. »Nicht zuletzt aufgrund des milden Winters sind die Erd- und Tiefbauarbeiten gut vorangekommen und befinden sich auf der Zielgeraden. In spätestens acht Wochen werden sie abgeschlossen sein.«

Auch die Erstellung des 36.000 Qudratmeter großen Wegenetzes steht kurz vor dem Abschluss. Die Besucher werden größtenteils über wassergebundene Wegedecken laufen, deren gelbe Farbe in Anlehnung an den im Kurwald vorkommenden Sennesand erinnern soll. »Das Gemisch wird sich noch derart verfestigen, dass auch Gäste mit Rollator oder im Rollstuhl keine Probleme haben werden«, betont Stefan Buschmeier vom Bauamt.

Rundweg später für Inlineskater

Zudem beginnt bei den Mersmannteichen ein 1,9 Kilo meter langer asphaltierter Rundweg. Dieser soll nach Abschluss der Landesgartenschau für Inlineskater freigegeben werden. Im Mai folgt die Montage der Dünenbrücke. Bis dahin ist nach Auskunft von LGS-Pressesprecher Matthias Hack auch die Vergabe des gastronomischen Angebotes auf dem Gelände erfolgt. Das entsprechende Unternehmen, das laut Hack nicht aus der Region stammen wird, bewirtschaftet unter anderem einen astronomischen Betrieb mit insgesamt 400 Sitzplätzen bei den Mersmannteichen.

»Wir hätten diesen Auftrag gerne in der Region gelassen, haben aber kein Unternehmen gefunden, das einen Betrieb in dieser Größenordnung stemmen kann«, sagt Hack. Denn an vielen hungrigen Bäuchen dürfte es während der sechsmonatigen Veranstaltung nicht mangeln. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 15.000 Besuchern am Tag.

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