Mo., 02.01.2017

Veranstalter investieren auf dem Gelände 600.000 Euro in elf Spielstationen Landesgartenschau ist auch für Kinder ein großer Spaß

Natürliche Materialien domininieren an den Spielstationen auf dem Gartenschaugelände. Kunststoffe waren für die Planer tabu.

Natürliche Materialien domininieren an den Spielstationen auf dem Gartenschaugelände. Kunststoffe waren für die Planer tabu. Foto: Jörn Hannemann

Von Ingo Schmitz

Bad Lippspringe (WB). Genießen, verzaubern lassen, unterhalten, verweilen: Damit will die Landesgartenschau in Bad Lippspringe ihre Besucher begeistern.  Zielgruppe ist dabei nicht nur das ältere Semester. Vor allem auch (junge) Familien will man erreichen. Und das lässt sich die LGS einiges kosten. 600.000 Euro werden für eine zauberhafte Spiellandschaft investiert.

Beim Rundgang über das Gelände ist es bitterkalt. Die mehr als vier Kilometer langen Wege auf dem LGS-Gelände sind ordentlich befestigt. Die ungewöhnliche Oberfläche der Gehwegplatten ist ein Hingucker, das gelbe und sehr feine Kies-Sand-Gemisch erinnert an die Sennelandschaft.

Keine Blume blüht, die Bäume sind kahl. Und trotzdem kann man sich schon sehr gut vorstellen, wie hier in wenigen Wochen über den Boulevard hunderte, tausende Besucher durch die blühenden Landschaften schlendern werden.

Ausgefeiltes Spielplatzkonzept

Selbstverständlich werden auch Eltern oder Großeltern mit Kindern aus ganz Ostwestfalen-Lippe dazu gehören. Damit es den Jüngsten nicht langweilig wird und die Erwachsenen in Ruhe ihren Besuch auskosten können, ist ein ausgefeiltes Spielplatzkonzept entwickelt und umgesetzt worden. Bis auf wenige Restarbeiten und Einzelspielgeräte ist alles fertig, berichtet LGS-Pressesprecher Matthias Hack .

Die Idee: »Wir machen es anders als andere Landesgartenschauen. Bei uns gibt es nicht nur einen großen Spielplatz, sondern insgesamt elf Spielpunkte über das gesamte Gelände verteilt«, sagt Hack. Zum Konzept gehören zwei Hauptspielplätze. Auf Plastik wurde konsequent verzichtet, stattdessen kommt Holz in seiner schönsten Form zum Einsatz. »Wir haben hier keine Spielgeräte von der Stange. Es handelt sich um Unikate, die es so nur bei uns gibt«, lobt der Pressesprecher die Kreativität der beauftragten Firmen.

» Elfenheim « und »Trollenburg«

»Elfenheim« heißt der erste Spielplatz auf einer Lichtung der Waldidylle. Dieser wurde bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Völlig neu ist aber die eindrucksvolle »Trollenburg«, die sich trutzig auf einer hohen Düne im Wald präsentiert. Sie wartet förmlich darauf, von den ersten Kindern erobert zu werden. Ein Turm, eine gigantische Rutsche, Holzpfähle: Alles wirkt geradezu so, als ob hier architektonische Dilettanten am Werk gewesen seien.

Doch genau dieser gewollte, improvisierte Eindruck, den das Bauwerk macht, zeigt, wie hoch die Herausforderung für die ausführende Firma war. Hack: »Am Anfang sah es so aus, als ob jemand ein paar Hölzer in den Wald gekippt hätte. Die Arbeiter haben Phantastisches geleistet. Hier werden die Kinder Spaß haben«, ist er begeistert. Die Investition lohne sich auch mit Blick auf die kommenden Jahre.

Die Trollenburg, neben der sich eine Picknick-Wiese befindet, ist übrigens der Gegenpol zum Elfenheim: »Wir wollen zwei Welten schaffen: Die eine hell, die andere dunkel. Es ist ein Spiel mit Licht und Schatten«, erläutert Hack.

Für alle Generationen

Zwischen Bäumen schaukeln, Kletterpfade, Balancierhölzer: Die Waldidylle lädt Kinder immer wieder dazu ein, vom Weg abzuweichen und sich mit Geschick körperlich zu betätigen. Eine Sensation soll auch das 15 Meter lange Fernrohr aus Holz werden, das demnächst vorgestellt wird. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, die Tier und Pflanzenwelt interaktiv zu erleben.

Ein Höhepunkt ist zudem die »Trollenseilbahn« zwischen den Dünen in direkter Nähe zu den Mersmannteichen. Dort ist bereits das Gerüst für das Haupt-Gastro-Zelt zu sehen: 1000 Leute sollen hier Platz haben. Schon jetzt haben Firmen das Zelt für Betriebsfeiern reserviert.
Keine Frage: Die Landesgartenschau wird ein Spaß – für alle Generationen. Da sind sich die LGS-Macher sicher.

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