Di., 24.06.2014

Vizepräsident stellt die neue Version der Hymne beim öffentlichen Trainingsauftakt vor »Traum von Paderborn«

Josef Elllebracht, Künstler Manfred Claes-Schaefers und Lothar Pohlschmidt (von links) sind stolz auf die Hymne.

Josef Elllebracht, Künstler Manfred Claes-Schaefers und Lothar Pohlschmidt (von links) sind stolz auf die Hymne. Foto: Hanneman

Von Isabell Diermann

Paderborn (WB). Eine erstligareife Mannschaft braucht ein erstligareifes Vereinslied. Das hat sich auch der Vizepräsident des SC Paderborn, Josef Ellebracht, gedacht – und hat kurzerhand den Text zum »Traum von Paderborn« für seine Mannschaft getextet. Gesungen wird die Fußballhymne von Lothar Pohlschmidt, Kopf der Band »Zeitsprung« aus Borchen.

 Erstmalig präsentiert worden ist die offizielle Erstliga-Hymne des SC Paderborn am Montag beim öffentlichen Trainingsauftakt in der Benteler-Arena.

Auswärtsspiele inspirierten

 Für Vizepräsident Josef Ellebracht hat die Hymne eine besondere Bedeutung. Die jüngsten Auswärtsspiele der Saison haben ihn zu der Komposition des Textes inspiriert. »Traum von Paderborn« ist ein Loblied an eine kleine Mannschaft, die für ihre ehrgeizigen Ziele belächelt wurde und letztlich alle in Staunen versetzte. »Es ist ein Text, der das Wunder besingt. Das Wunder des Aufstiegs einer kleinen Mannschaft und das Wunder, dass alle zusammengeblieben sind«, sagt Ellebracht. Außerdem solle das Lied zu weiteren Erfolgen motivieren. »Nächstes Ziel heißt Meisterschaft«, heißt es in der letzten Zeile des Refrains. Ellebracht: »Ausgeschlossen ist erstmal nichts. Ziele dürfen ruhig sportlich sein.«

Melodisch an den Partyschlager »Traum von Amsterdam« angelehnt

 Musikalisch umgesetzt wird das neue Vereinslied von dem Borchener Band-Duo »Zeitsprung«, bestehend aus Lothar und Thilo Pohlschmidt sowie Simon Kurtenbach, der auch Musiker von Tim Bendzko ist. Lothar Pohlschmidt verleiht dem Lied, das melodisch an den Partyschlager »Traum von Amsterdam« angelehnt ist, mit seiner rauchigen Bluesstimme eine eigene, stadiontaugliche Note. Schon vor dem Spiel gegen den VfR Aalen in der vergangenen Saison hatte der Sänger das Lied in der Aufstiegsversion gesungen und gespielt.

 Beginnend mit der neuen Saison soll die textliche veränderte Stadionversion vor jedem Heimspiel in der Arena gespielt werden und Mannschaft und Fans in Stimmung bringen.

Claes-Schaefers gestaltet Cover

 Die CD mit Stadion-, Aufstiegs- und Karaokeversion kann in etwa zwei Wochen für weniger als fünf Euro im Fanshop erworben werden. Das CD-Cover ist ein Werk des Paderborner Künstlers Manfred Claes-Schaefers, der selbst SCP-Fan ist. Das Original-Gemälde wird im Stadion seinen Platz finden.

Kommentare

Absolut peinlich. Da will man in Paderborn und beim SCP weg vom Ruf des Provinziellen und dann lässt man keine Möglichkeit aus, um sich in öffentlichkeitswirksamen Dingen als die Schützenkönige vom Dorf zu präsentieren. Ein Teil Paderborns entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit, Universität, IT-Branche etc., doch teilweise scheinen die (öffentlichkeitswirksamen) Entscheider Paderborns alles dafür zu tun, damit sich das Bild Paderborns nicht verändert.
Dem SC Paderborn, der in sportlichen Dingen seit Jahren alles richtig macht, sei dringend angeraten, sich zu überlegen, ob ihm nicht 1-2 renommierte PR-Vertreter und -Entscheider gut zu Gesicht stehen würden, die dafür sorgen, dass solche hinterwäldlerischen Sachen nicht mehr passieren und dass der SC Paderborn bundesligaweit ernst genommen und nicht dauernd belächelt wird. Die Investition würde sich wahrlich x-fach rentieren.

Helden geben nie auf

Zeitdprung in allen Ehren....
Aber wir haben schon ein Vereinslied und brauchen nichts neues.
Aber genau wie Levi John und das Lied zum 100jährigen wird auch dieses Lied in der Kiste schlechter Versuche landen.

Au weia

Zum Glück wird im Sportbereich des Vereins zur Zeit sehr klug und mit Weitblick agiert. Diese Songauswahl allerdings ist so oberpeinlich, dass es echt weh tut. Und bei Vereinshymnen ist man ja schon großzügig und einiges gewohnt. Ich kann das gar nicht glauben...

Wahnsinn

Oh Mann, es tut mir sooooo leid. Aber wenn sowas passiert, sollte man sich nicht über den Vorwurf "Provinz" beschweren... Eine Vereinshymne... angelehnt an den "Partykracher Traum von Amsterdam". Herzlich willkommen im Club der "Retortenvereine".

4 Kommentare

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