Fr., 29.01.2016

Autosparte und IG Metall vereinbaren Abweichungen vom Flächentarif – im Gegenzug Garantien Einschnitte bei Benteler

Die Automobiltechnik ist die mit Abstand größte Sparte im Benteler-Konzern. Von der Einigung zwischen Unternehmen und IG Metall über Abweichungen vom Flächentarif sind sechs Komponentenwerke in Deutschland betroffen – drei davon in OWL.

Die Automobiltechnik ist die mit Abstand größte Sparte im Benteler-Konzern. Von der Einigung zwischen Unternehmen und IG Metall über Abweichungen vom Flächentarif sind sechs Komponentenwerke in Deutschland betroffen – drei davon in OWL. Foto: Jörn Hannemann

Von Oliver Horst

Paderborn (WB). Auf tausende Mitarbeiter der Autosparte des Benteler-Konzerns kommen Lohneinbußen und unbezahlte Mehrarbeit zu. Das Paderborner Unternehmen und die IG Metall haben sich für sechs deutsche Standorte auf Abweichungen vom Flächentarifvertrag geeinigt. Im Gegenzug gibt Benteler Standort- und Beschäftigungsgarantien.

Dem nach zähen Verhandlungen vereinbarten Kompromiss haben nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES die IG-Metall-Mitglieder an allen betroffenen Standorten inzwischen mehrheitlich zugestimmt. Er ist aber noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Denn die Erklärfrist, innerhalb derer eine der beiden Tarifparteien die Einigung noch platzen lassen kann, endet erst am kommenden Dienstag. Deshalb wollten am Donnerstag weder der Autozulieferer noch die IG Metall Stellung nehmen. Beide kündigten Informationen für Mittwoch an.

Wie die »Mittelbayerische Zeitung« berichtet, sieht die Einigung Einschnitte beim Lohn und bei betrieblichen Leistungen sowie unbezahlte Mehrarbeit vor. Die Rede ist von Kürzungen beim Urlaubsgeld, wegfallenden Sonntagszuschlägen und einem unbezahlten Überstundenkontingent. Zudem würden Lohnerhöhungen aus Tarifabschlüssen auf ein Prozent gedeckelt – der darüber liegende Teil zur Abschmelzung der bisherigen Leistungsprämie verwendet.

Unter Bezug auf den Betriebsratsvorsitzenden des Werks im bayerischen Schwandorf, berichtet das Blatt von Einkommensverlusten je nach Eingruppierung zwischen 80 und 350 Euro im Monat. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen soll es aber nicht mit Inkrafttreten des Pakets zu Lohnkürzungen kommen, sondern sollen die Einkommensanpassungen zeitlich gestreckt erfolgen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der Freitagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

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