Do., 11.02.2016

Ausstellung zum 1000-jährigen Bestehen des Abdinghofklosters geplant Exponate der Klostergeschichte

Stellen das Jubiläumsprogramm am Abdinghof vor (von links): Michael Pavlicic (stv. Vorsitzender des Westfalen-Parlaments), Dr. Martin Kroker (Leiter des Museums in der Kaiserpfalz), Kirchenmusikdirektor Martin Hoffmann, Abdinghof-Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Dr. Andreas Neuwöhner (Vorsitzender des Altertumsvereins), Dr. Hermann-Josef Schmalor (Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek) und Roland Linde (Mitarbeiter der Städtischen Museen).

Stellen das Jubiläumsprogramm am Abdinghof vor (von links): Michael Pavlicic (stv. Vorsitzender des Westfalen-Parlaments), Dr. Martin Kroker (Leiter des Museums in der Kaiserpfalz), Kirchenmusikdirektor Martin Hoffmann, Abdinghof-Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Dr. Andreas Neuwöhner (Vorsitzender des Altertumsvereins), Dr. Hermann-Josef Schmalor (Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek) und Roland Linde (Mitarbeiter der Städtischen Museen). Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/ecke). Genau 1000 Jahre ist es her, dass Benediktinermönche in Paderborn an den Paderquellen ihre Kapelle eingeweiht haben – der Grundstock des kurz darauf fertig gestellten Abdinghofklosters mit Kirche und eigenem Hospital.

Das runde Jubiläum feiern die Evangelische Abdinghofgemeinde, die Stadt Paderborn und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und einer Ausstellung. Eröffnet wird der Festkalender am Sonntag, 14. Februar, mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche.

Das Kloster Abdinghof gelte nach Corvey und Essen-Wehrden als das bedeutendste im gesamten westfälischen Raum, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Westfalen-Parlaments, der Paderborner CDU-Ratsherr Michael Pavlicic. Erwähnt werde das Gründungsdatum in der von dem Abt Konrad von Abdinghof um 1160 geschriebenen Lebensbeschreibung des Paderborner Bischofs Meinwerk (von 1009 bis 10236 im Amt), der »Vita Meinwerci«.

Kern des Jubiläumsjahres soll eine Sonderausstellung sein, die vom 3. Juli bis zum 23. Oktober im Paderborner Pfalzenmuseum und in der Abdinghofkirche zu sehen sein wird. »Wir wollten nicht noch einmal eines Meinwerk-Ausstellung machen, sondern die Entwicklung des Klosters bis zur Säkularisierung im Jahr 1803 zeigen«, erläutert Museumsleiter Dr. Martin Kroker. Obwohl die ursprüngliche Ausstattung des Klosters weitgehend verstreut oder ganz verloren sei, werde man etwa 80 Exponate zeigen können.

In der Abdinghofkirche sollen neben Info-Tafeln zur Geschichte vor allem Entwürfe der vor rund 100 Jahren von dem Berliner Künstler Ernst Pfannschmidt angefertigten Kirchenausmalung präsentiert werden. Fünf der damals sechs Wandbilder-Entwürfe im Maßstab 1:2 seien erhalten geblieben.

Die einstige Klosterkirche wird seit 150 Jahren von der Evangelischen Kirchengemeinde in Paderborn genutzt. Der preußische König schenkte ihr 1866 das Gotteshaus, das nach der Säkularisation unter anderem als Kaserne und Pferdestall gedient hatte.

Zum Jubiläumsprogramm gehören unter anderem Vorträge, Konzerte und eine wissenschaftliche Tagung zur Baugeschichte, Archäologie und Güterverwaltung des Klosters, die am 18. und 19. Februar etwa 50 Fachleute in Paderborn zusammenführt. Die Auswertung des Kongresses soll bis zur Ausstellungseröffnung im Juli abgeschlossen sein.

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