Mi., 11.01.2017

Großes Gedränge vor dem Audimax in Paderborn: 900 hatten sich angemeldet Personenkontrollen vor Schlagabtausch

600 Studierende verfolgen im Audimax der Uni Paderborn am Mittwochabend einen politischen Schlagabtausch regionaler Politiker zur Landtags- und Bundestagswahl in diesem Jahr. Rund 900 hatten sich angemeldet: Es gab strenge Personen- und Taschenkontrollen beim Eingang.

600 Studierende verfolgen im Audimax der Uni Paderborn am Mittwochabend einen politischen Schlagabtausch regionaler Politiker zur Landtags- und Bundestagswahl in diesem Jahr. Rund 900 hatten sich angemeldet: Es gab strenge Personen- und Taschenkontrollen beim Eingang. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/pic). Für einen politischen Schlagabtausch in der Universität Paderborn hatten sich am Mittwochabend rund 900 Studierende angemeldet. Weil auch die AfD in der Hochschule im Podium saß, wurden beim Einlass in den größten Hörsaal (Audimax) strenge Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt.

Dabei war nicht die Bundeskanzlerin oder ein anderer hochkarätiger Politiker aus Berlin zu Gast, sondern überwiegend heimische

Marie Risse und Julius Erdmann moderieren Foto: Besim Mazhiqi

Landtags- und Bundestagsabgeordneten und -kandidaten stritten zum Thema »Superwahljahr 2017« mit der NRW-Landtagswahl im Mai und der Bundestagswahl im Herbst. Zu der Podiumsdiskussion hatten der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Paderborn und die »Debating Society Paderborn« auch die AfD eingeladen – und sich dafür Kritik aus überwiegend linksgerichteten Gruppen in Ostwestfalen-Lippe zugezogen.

Mitglieder der Paderborner Linksjugend schmuggelten Flugblätter in das Audimax , die verdeckt verteilt wurden. »Wir wollten keinen weiteren Stress machen«, sagte die Paderborner Linksjugend-Sprecherin Teresa Brandt nach der Veranstaltung,

Der Schlagabtausch im Audimax, der 620 Plätze bietet, wurde auch ins Foyer und im Internet auf der Homepage der Hochschule übertragen. Wegen der Sicherheitsvorkehrungen begann die Veranstaltung mit einer Stunde Verspätung, weil sich die Personen- und Taschenkontrollen so lange hinzogen. Nur angemeldete Gäste kamen hinein: Sie mussten sich am Eingang ausweisen.

Im Audimax diskutierten unter Moderation der beiden Studierenden Marie Risse und Julius Erdmann die Paderborner Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke (CDU), Sigrid Beer (SPD) und Marc Lürbke (FDP) sowie die Bundestagsabgeordneten Burkhard Blienert (SPD) aus Delbrück und Kathrin Vogler (Linke) aus Emsdetten über Fragen wie Studiengebühren, Finanzausstattung der Hochschulen, Qualität der Forschung, Klimawandel, Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften oder Politikverdrossenheit. In eine Isolierstellung geriet dabei der Paderborner AfD-Bundestagskandidat Markus Roscher-Meinel, der Buhrufe und Pfiffe und nur gelegentlich verhaltenen Beifall erntete.

Vor dem Schlagabtausch im noch unbesetzten Audimax vorne von links: Vize-Bürgermeister Martin Pantke aus Paderborn, SPD-Bundestagsabgeordneter Burkhard Blienert aus Delbrück, FDP-Landtagsabgeordneter Marc Lürbke und Grüne-Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (beide Paderborn), AfD-Bundestagskandidat Markus Roscher-Meinel, Linke-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler aus Emsdetten, Uni-Vize-Präsidentin Simone Probst, CDU-Landtagsabgeordneter Daniel Sieveke aus Paderborn und AStA-Vorsitzende Janina Reckmeier. Foto: Besim Mazhiqi

 

 

 

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