Mo., 20.03.2017

Schon Goethe verliebte sich in die antike Marmorstatue einer Nymphe »Wunder Roms« treffen in Paderborn ein

Die Kopenhagenerinn Kurierin Louise Cone, Restauratorin Saskia Polzin-Reichelt und Museumsmitarbeiter Hans Hillermann (von rechts) überprüfen den Zustand der Originalzeichnungen aus der Rubens-Werkstatt.

Die Kopenhagenerinn Kurierin Louise Cone, Restauratorin Saskia Polzin-Reichelt und Museumsmitarbeiter Hans Hillermann (von rechts) überprüfen den Zustand der Originalzeichnungen aus der Rubens-Werkstatt. Foto: Stienecke

Paderborn(WV). Die anmutige römische Marmor-Nymphe, die schon Goethe einst mit nach Weimar nehmen wollte, hat jetzt erstmals Italien verlassen. Sie gehört zu den attraktiven Exponaten der Ausstellung »Wunder Roms« im Paderborner Diözesanmuseum.

Gemeinsam mit drei weitere Schaustücken aus dem Vatikan überquerte die antike Schönheit jetzt die Alpen und traf wohlbehalten in Ostwestfalen ein. Die »Ballerina di Goethe«, wie sie wegen des großen Interesses des deutschen Dichterfürsten an der Skulptur in Fachkreisen genannt wird, ist die römische Kopie einer griechischen Statue. Auf seiner Italienreise zeigte sich der Dichter derart bezaubert von der Nymphe, dass er sie am liebsten kaufen und mit in seine Heimat nehmen wollte.

Zehn Tage vor der Eröffnung der Sonderausstellung herrscht im Museum reges treiben. Fast täglich treffen Kuriere mit Pretiosen aus großen europäischen Museen, Bibliotheken und Archiven ein. Louise Cone, Mitarbeiterin des Staatlichen Museums in Kopenhagen, kontrolliert gerade, ob die Lazarus-Skulptur und die Originalzeichnungen aus der Rubens-Werkstatt unbeschädigt die Anreise nach Paderborn geschafft haben. Gemeinsam mit der Restauratorin des Diözesanmuseums, Saskia Polzin-Reichelt, geht sie die Zustandsprotokolle der Exponate durch. »Wir prüfen, ob die Bilder so angekommen sind, wie sie verschickt worden sind«, sagt Cone.

Mit großer Spannung erwarten die Paderborner Museumsleute die Ankunft des größtes Exponats der Schau, der rechten Hand einer kolossalen Statue des Kaisers Konstantin des Großen, die er selbst zum Zeichen seiner Herrschaft im vierten Jahrhundert für das römische Capitol in Auftrag gegeben hatte. Fragmente der zwischenzeitlich zerstörten Statue, darunter auch die 1,70 Meter große Hand, wurden erst 1486 wieder entdeckt. Seither werden sie in den Kapitolinischen Museen aufbewahrt. Für den Aufbau des Schaustücks im Dommuseum ist eigens ein Spezialaufzug installiert worden.

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