Do., 23.03.2017

Geschäfte bleiben während des »Frühlingserwachens« geschlossen – Verdi: »Positives Signal« Paderborn sagt verkaufsoffenen Sonntag am 2. April ab

Viel los in der Paderborner Innenstadt – aber nicht am 2. April.

Viel los in der Paderborner Innenstadt – aber nicht am 2. April. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/pic). Der verkaufsoffene Sonntag am 2. April in Paderborn fällt aus. Die Werbegemeinschaft hat am Donnerstag ihren Antrag zur Sonderöffnung der Geschäfte während der Veranstaltung »Frühlingserwachen« zurückgezogen.

Das teilten Vorsitzende Anne Kersting und City-Manager Uwe Seibel mit. Die Veranstaltung »Frühlingserwachen« finde am ersten Aprilwochenende aber statt. Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi der Werbegemeinschaft in einem Gespräch deutlich gemacht, dass sie ihre Klage gegen den verkaufsoffenen Sonntag nicht zurückziehe, erklärte Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Martina Schu.

Die Werbegemeinschaft wolle nun am 5. April mit Verdi über andere verkaufsoffene Sonntage sprechen. Die Werbegemeinschaft will nun am 5. April mit Verdi über die weiteren geplanten verkaufsoffenen Sonntage sprechen.

OWL auf dem Prüfstand

Martina Schu zum Schritt der Werbegemeinschaft: »Ein sehr positives Signal in Richtung Gewerkschaft.« Damit könne man nun unbelastet in die Gespräche gehen, teilte sie mit. Verdi hatte am Dienstag Klage beim Verwaltungsgericht Minden eingereicht.

Auch in Bielefeld und Gütersloh stehen die verkaufsoffenen Sonntage auf dem Prüfstand. In Bünde, wo Verdi erstmals in OWL eine Sonntagsöffnung gerichtlich stoppte , wurden derweil für zwei weitere verkaufsoffene Sonntage umfangreiche Analysen erstellt. Auf dieser Basis sieht sich die Stadt auf der sicheren Seite.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 24. März, im WESTFALEN-BLATT.

 

Kommentare

Verdi vertritt nicht die Interessen des Arbeitnehmers!

Ich bin selber Verkäuferin und wollte freiwillig am 2.4. arbeiten. Durch den Sonntagszuschlag kann man sich auch mal was leisten, denn der Lohn wird immer weniger. Auch wegen dem Onlinehandel. Oft muss man mit dem Preis mitgehen (Tiefpreisgarantie) und das auf kosten der Arbeitnehmer. Verdi nervt!!!!

Absage des verkaufsoffenen Sonntag

Die Gewerkschaft sägt den Ast von den Arbeitnehmern ab, die Sie eigentlich vertreten sollte.

Im Zeichen von zunehmenden Online Handel wird es für den lokalen Einzelhandel immer schwieriger, Kunden in die Innenstädte zu bekommen. Die vergangenen verkaufsoffenen Sonntagen wurden in Paderborn stets gut angekommen und es war für den Handel immer eine Chance auf sich aufmerksam zu machen.

Ich wünsche allen Beschäftigtigten im Einzelhandel, dass durch die Absage an den verkaufsoffenen Sonntag nicht letztendlich Arbeitsplätze wegfallen.

Eine Gewerkschaft ist, meiner Meinung nach, auch für Erhaltung von Arbeitsplätzen verantwortlich.

In diesem Sinne einen schönen freien Sonntag,
Hofri

2 Kommentare

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