Do., 01.12.2016

Frauenfußball: Wolfsburg-Coach Ralf Kellermann vor dem Pokalspiel beim DSC Arminia »Wir wollen den Unterschied zeigen«

Ralf Kellermann möchte mit seinem Team wieder ins Pokalendspiel nach Köln. Dafür muss der VfL die Arminia schlagen.

Ralf Kellermann möchte mit seinem Team wieder ins Pokalendspiel nach Köln. Dafür muss der VfL die Arminia schlagen. Foto: VfL Wolfsburg

Bielefeld (WB). Er hat mit Frauenfußball-Erstligist VfL Wolfsburg schon alle großen Titel gewonnen: zweimal die Deutsche Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League. Morgen Abend (19 Uhr, Schüco-Arena) trifft VfL-Coach RalfKellermannmit seinem Team im Achtelfinale des DFB-Pokals auf die Zweitligafrauen des DSC Arminia. Im Gespräch mit WESTFALEN-BLATT-Volontär PhilippBültersagt der 48-Jährige, wie er die Arbeit beim DSC und die Rolle seiner Ex-Spielerin Annabel Jäger einschätzt.

Welchen Stellenwert nimmt der DFB-Pokal für Sie ein?

Ralf Kellermann: Wir haben den Pokal in den letzten vier Jahren dreimal gewonnen. Für uns ist das ein bedeutender Wettbewerb. Die Partie gegen Arminia ist sehr wichtig, denn wir wollen unbedingt zum Endspiel nach Köln.

Erst vor wenigen Wochen unterlag der DSC Arminia der Wolfsburger Reserve in der Zweiten Bundesliga mit 0:7. Wie gehen Sie die Partie in Bielefeld am Freitag an: Werden viele Spielerinnen geschont?

Kellermann: Nein. Im Spiel gegen unsere Zweite Frauenmannschaft war die Arminia in der ersten Halbzeit mindestens ebenbürtig. Das Ergebnis sagt da wenig aus. Wir haben erst seit Mittwoch wieder alle Spielerinnen an Bord, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, und müssen deshalb schauen, wer für einen Einsatz in Frage kommt. Grundsätzlich wollen wir aber mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen.

Welche Erkenntnisse haben Sie über Arminias Zweitligafrauen gewonnen?

Kellermann: Für Arminia ist das natürlich das Spiel des Jahres. Wir sind aber der haushohe Favorit, das ist klar. Wir wollen den großen Unterschied zeigen, der zwischen der Ersten und Zweiten Bundesliga herrscht, vor allem im physischen Bereich. Arminia hat insbesondere offensive Qualitäten. Meine Assistenz-Trainerin Britta Carlson und Sascha Glass, Trainer unserer U23, haben den Gegner intensiv beobachtet.

Wie beobachten Sie das »Projekt« der DSC-Frauen, die nach zwei Aufstiegen in der Zweiten Bundesliga als Neuling bisher eine gute Rolle spielen?

Kellermann: Der Trend geht dahin, dass Vereine, die im Männerfußball eine starke Rolle spielen, sich auch bei den Frauen immer professioneller aufstellen und dann auch erfolgreicher werden. Arminia leistet hier aus meiner Sicht gute Arbeit, wird aber in absehbarer Zeit wohl erstmal kein Konkurrent für uns im Ligaalltag (lacht).

Annabel Jäger spielte in der Saison 2012/2013 ein Jahr lang für Ihre Mannschaft, konnte sich aber nicht durchsetzen. Wie sehen Sie ihre Entwicklung?

Kellermann: Im Nachhinein war es für Annabel wohl nicht der richtige Schritt, schon damals zu uns zu wechseln. Sie ist aber eine sehr sympathische und intelligente Spielerin. Ich freue mich für sie, dass es in Bielefeld gut läuft.

Sie persönlich haben auch eine Vergangenheit in Ostwestfalen-Lippe, waren als Torhüter unter anderem beim SC Paderborn und für den SC Verl aktiv. Wie wird für Sie persönlich die Rückkehr nach OWL?

Kellermann: Ich verfolge den Fußball dort natürlich noch und auch die Entwicklung des DSC Arminia. Ich habe nach wie vor Freunde in Bielefeld und freue mich auf das Wiedersehen.

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