Sa., 01.07.2017

VfB Fichte freut sich auf das 165. Derby gegen Arminia und hofft auf 3000 Zuschauer Aufbruchstimmung an der Rußheide

Im Vorjahr setzten sich die Zweitligaprofis des DSC Arminia (hier Andreas Voglsammer im Duell mit Furat Sansar) mit 7:1 gegen den VfB Fichte durch. Am Sonntag steht die 165. Auflage des Traditionsderbys an der Rußheide auf dem Programm.

Im Vorjahr setzten sich die Zweitligaprofis des DSC Arminia (hier Andreas Voglsammer im Duell mit Furat Sansar) mit 7:1 gegen den VfB Fichte durch. Am Sonntag steht die 165. Auflage des Traditionsderbys an der Rußheide auf dem Programm. Foto: Bernhard Pierel

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). »Das ist wieder einmal eine spannende Sache. Rund um Arminia herrscht große Euphorie und auch bei uns herrscht Aufbruchstimmung.« Jobst Hölzenbein, Fußball-Chef des VfB Fichte, fiebert voller Vorfreude dem 165. Traditionsderby zwischen dem Westfalenliga-Aufsteiger und den Zweitligaprofis des DSC Arminia entgegen. Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr auf der Bielefelder Rußheide.

Im Vorjahr pilgerten 2650 Zuschauer an die Rußheide und sahen einen 7:1-Sieg des haushohen Favoriten. »Ich hoffe, dass wir diese Zuschauer-Marke am Sonntag noch toppen können. Die DSC-Fans sind sicherlich neugierig auf die neue Mannschaft«, erklärt Hölzenbein.

Das erste Testspiel der noch jungen Vorbereitung absolvierte Arminia am Donnerstagabend beim Herforder A-Ligisten SpVg. Hiddenhausen. Nach dem 10:0-Sieg vor 1000 Zuschauern meinte DSC-Trainer Jeff Saibene mit Blick auf das Stadt-Derby gegen den VfB: »Das war ein guter Test, aber Sonntag wird’s schon deutlich schwieriger.« Darauf hofft auch Jobst Hölzenbein: »Wir wollen es auf jeden Fall besser machen als Hiddenhausen.«

Das ist auch das erklärte Ziel von Fichtes Trainer-Rückkehrer Mario Ermisch. Eigens zur Vorbereitung auf das Derby gegen Arminia zog der 58-jährige Ex-Coach des Regionalligisten SV Rödinghausen den Trainingsauftakt an der Rußheide um einige Tage vor und bat bereits am vergangenen Montag zum Aufgalopp. »Wir können ja nicht aus der kalten Hose so ein Spiel bestreiten. Für die Jungs ist das ein echtes Highlight«, betont Ermisch.

Erinnerungen an ein 3:3 aus dem Jahr 2001

Der Coach selbst hat bereits einige Duelle gegen Arminia absolviert. An ein Spiel erinnert sich Mario Ermisch ganz besonders gern zurück. Im Juli 2001 trotzte der damalige Oberliga-Aufsteiger von der Rußheide den Arminen ein 3:3 ab. »Wir haben zur Pause 2:0 geführt und ich hatte meine erste Begegnung mit Ansgar Brinkmann, der damals Schaum vor dem Mund hatte. Heute sind Ansgar und ich befreundet«, schwelgt Ermisch in Erinnerungen an seine damalige Zeit als VfB-Trainer.

Nun ist der Bielefelder Rechtsanwalt an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückgekehrt und möchte mit einer jungen Mannschaft etwas bewegen. »Der erste Eindruck, den ich gewonnen habe, ist okay. Die Jungs sind alle willig«, so Ermisch. Das Derby gegen Arminia sei für sein junges Team eine erste Standortbestimmung. »Wir wollen Gas geben und Fußball spielen. Am Ergebnis mache ich den Auftritt nicht fest.«

Mario Ermisch (»Ich bin immer ehrgeizig«) unterstreicht die Bedeutung der Partie: »Für den Verein hat dieses Derby schon immer einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Daran hat sich nichts geändert.« Der erfahrene Coach hofft am Sonntag auf mehr als 3000 Zuschauer: »Arminia hat einige neue Spieler im Kader und wir sind nach dem Aufstieg dabei, ein neues Projekt zu starten. Das sollte Fans anlocken. Wir freuen uns auf ein Spiel vor voller Hütte.«

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