Mo., 17.07.2017

Trio zieht kurz vor dem Ziel am Sportler aus Bielefeld-Brackwede vorbei Petros fehlen nur Zentimeter zu Bronze

Starker EM-Auftritt: Amanal Petros belegte über 5000 Meter Platz vier.

Starker EM-Auftritt: Amanal Petros belegte über 5000 Meter Platz vier. Foto: imago

Bielefeld (WB/wie). Zwei Tage nach der Silbermedaille über 10.000 Meter ist Amanal Petros (SV Brackwede) bei der U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz nur ganz knapp an einer weiteren Medaille vorbeigeschrammt.

Über 5000 Meter belegte der 22-Jährige in 14:15,14 Minuten den vierten Platz – nur sieben Hundertstel fehlten zu Bronze. »Das ist natürlich ärgerlich, aber unterm Strich bin ich zufrieden. Ich habe in beiden Rennen mein Bestes gegeben«, bilanzierte Petros nach seinem starken EM-Auftritt.

Trio zieht auf der Zielgeraden vorbei

Der Bielefelder übernahm über 5000 Meter auf dem letzten Kilometer (2:33 Minuten) mutig die Initiative. Petros entschied sich für den langen Spurt und konnte damit fast alle Kontrahenten abschütteln. Aber nur fast. Auf der Zielgeraden zog ein Trio vorbei und brachte dem mutig laufenden Petros um die Medaille. »Das hat echt Kraft gekostet«, sagte der Langstreckler.

Den Sieg feierte Yemaneberhan Crippa ausgelassen. Der Italiener hatte auf den letzten 100 Metern die besten Beine und jubelte nach 14:14,28 Minuten im Ziel über Gold. Silber ging an den Belgier Simon Debognies (14:14,71). Bronze schnappte sich in 14:15,07 Minuten der Spanier Carlos Mayo, der bereits am Donnerstag vor Amanal Petros über 10.000 Meter triumphiert hatte.

Auch der Trainer ist zufrieden

Hoch zufrieden mit dem Abschneiden seines Schützlings zeigt sich auch Trainer Thomas Heidbreder (SVB): »Amanal hat sich in der internationalen Spitze etabliert. Platz zwei und vier bei dieser EM sind ein super Ergebnis. Er hat alles richtig gemacht.«

Heidbreder verweist zudem darauf, dass die Konkurrenz deutlich mehr Erfahrung aufweist: »Für Amanal war es der erste internationale Wettkampf auf der Bahn. Das hat er ganz toll gemeistert. Auch wenn es hierfür keine Auszeichnung gibt, er war in beiden Rennen der aktivste und angriffslustigste Athlet.«

Am Montag kehrt der 22-Jährige zurück in die Heimat. »Ich würde jetzt gerne eine kleine Wettkampfpause einlegen«, meint Amanal Petros. Ob es so kommen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

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