Mo., 11.09.2017

2. Frauen-Bundesliga: Arminia feiert 2:0-Heimsieg gegen Aufsteiger FF USV Jena II »Wir können es besser«

Lena Schulte (rechts) erzielte mit einer schicken Bogenlampe Arminias 1:0-Führung – allerdings aus dem Nichts.

Lena Schulte (rechts) erzielte mit einer schicken Bogenlampe Arminias 1:0-Führung – allerdings aus dem Nichts. Foto: Peter Unger

Bielefeld  (WB/jm). Große Erleichterung beim DSC Arminia: Mit dem 2:0 (1:0)-Heimsieg über Aufsteiger FF USV Jena II ist der erste Dreier in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen eingesackt. Trainer Markus Wuckel freute sich über den verdienten Dreier und würdigte die taktische Vorstellung. »Alle wollten! Wir haben gerade in der ersten Halbzeit defensiv richtig gut gestanden und nichts zugelassen.«

Wuckel bot eine auf zwei Positionen veränderte Formation auf: Für Tanja Thormählen und Valentina Vogt spielten Celine Preuß und Malin Wilckens. Nach wenig zwingenden Aktionen hüben wie drüben fiel Arminias 1:0-Führung aus dem Nichts, gleichwohl sehenswert: Lena Schultes schicke Bogenlampe aus etwa 20 Metern senkte sich hinter Julia Gornowitz ins Tor (37.).

Grünheid verschießt Elfmeter

Eine Minute vor der Halbzeit setzte sich Annabel Jäger auf der linken Seite schön durch. Ihr Schlenzer prallte von der Latte ab, direkt vor die Füße Sarah Grünheids. Die Stürmerin wurde von Jenas Torfrau ungeschickt bedrängt und fiel – Strafstoß! Grünheid trat selber an. Dass sie den Ball etwas zu cool links neben den Pfosten setzte, war ein weiterer Ausdruck ihrer momentanen Ladehemmung. Von der Konsequenz, mit der ihr in der Vorsaison 17 Treffer gelangen, ist sie aktuell weit entfernt. Dafür habe sie vorne wertvolle Defensivdienste verrichtet, lobte Markus Wuckel die Spielerin. »Sarah hat richtig geackert, alles weggegrätscht und so Jenas Spielaufbau im Ansatz verhindert. Überragend. Und wichtiger, als ein Tor zu erzielen.«

Vivien Brandt ist auf dem Posten

Die Anzahl an DSC-Chancen nahm zu. Maxi Birkers Freistoß tropfte auf und an den Pfosten (55.). Zwei Minuten später scheiterte Sarah Grünheid aus der Drehung aus kurzer Distanz an Laura Kiontke. Celine Preuß durfte froh sein, dass sie nach ihrer gelben Karte und einer unflätigen Geste gegenüber Schiedsrichterin Irina Stremel nicht vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Das Verschieben klappte nicht immer; die Abstände waren mitunter zu groß. Durchatmen im Queller Waldstadion, als Sandra Müller frei vor Vivien Brandt auftauchte, die aufmerksame Keeperin aber zur Ecke abwehren konnte (66.). »Weil wir das zweite Tor nicht gemacht haben, haben wir Jena am Leben gehalten«, urteilte die oft hart attackierte Kapitänin Maxi Birker.

Neun Minuten vor Schluss die Entscheidung: Annabel Jäger passte zur besser postierten Valentina Vogt, und die eingewechselte Spielerin schoss aus dem Stand ein. Nachdem er ein »Ausrufezeichen« verlangt und von seinem Team bekommen hatte, plus Siegerreigentänzchen, blickte Markus Wuckel, ganz geerdet, freudig nach vorn. »Wir können es besser, und das werden wir auch noch zeigen.«

Die Statistik

DSC Arminia: Brandt – Preuß (72. Thormählen), Hausberger, Wos, Lange, Liedmeier, Wilckens (69. Vogt), Schulte, Jäger (88. Bender), Birker, Grünheid.

FF USV Jena II: Gornowitz (46. Kiontke) – Lehnard (28. Güther), Schmidt, Elisa Müller, Melanie Müller, Adam, Löser, Graser, Weiß (59. Preuß), Knipp, Sandra Müller.

Tore: 1:0 Schulte (37.), 2:0 Vogt (81.).

Ecken: 6:4 (3:1).

Gelbe Karten: Preuß – Löser, Güther.

Schiedsrichterin: Irina Stremel (Barnten).

Zuschauer: 160.

 

 

 

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