Mi., 01.11.2017

2. Frauen-Bundesliga: 1:2-Heimniederlage gegen BV Cloppenburg Arminia in Geberlaune

Arminias Nina Lange guckt nach dem 0:1 bedröppelt, derweil die Cloppenburger Traube jubelt.

Arminias Nina Lange guckt nach dem 0:1 bedröppelt, derweil die Cloppenburger Traube jubelt. Foto: Thomas F. Starke

Von Jörg Manthey

Bielefeld  (WB). Der BV Cloppenburg hat seinen Schrecken als Bielefelder »Angstgegner« gewahrt. Die Fußballfrauen des DSC Arminia mussten sich am Abend im vorgezogenen Meisterschaftsspiel der 2. Frauen-Bundesliga den Emsländerinnen mit 1:2 (0:1) beugen und leisteten bei beiden Gegentoren tatkräftig Mithilfe.

Schon am Dienstagabend hatte Arminia die Spitzenposition an den 1. FFC Turbine Potsdam II (9:0 bei B.W. Hohen Neuendorf) verloren. Dass sich der DSC vor 225 Zuschauern an der Schillerstraße nach einem intensiven taktischen Geplänkel selber eines verdienten Unentschiedens beraubte, war äußerst unglücklich. Oder »mega ärgerlich«, wie Trainer Markus Wuckel sich ausdrückte. »Die Niederlage war völlig unnötig. Cloppenburg war nicht so stark, dass wir sie nicht hätten schlagen können.«Aber er erkannte genauso an, dass der Gegner den Sieg, den er auch unbedingt brauchte, um sich nicht vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen zu verabschieden, »vielleicht mehr wollte als wir. Und wir haben Cloppenburg zum zweiten Tor eingeladen.«

Brandt lenkt Schuss über die Latte

Schon in der vierten Minute klatsche ein Cloppenburger Eckball an den kurzen Pfosten. Auf der anderen Seite hatte Arminia Mühe, die von der zweimaligen Weltmeisterin Linda Bresonik dirigierte Kette ernsthaft zu gefährden. Zwar fuhr der Gastgeber gefällige Angriffe, doch die Präzision beim letzten Pass fehlte – auch bei den Standards. In der 32. Minute lenkte Vivien Brandt in artistischer Manier einen Radosavljevic-Schuss über die Latte. Wenig später wurde Halbherzigkeit in der Bielefelder Abwehr erstmals bestraft. Gleich mehrfach wurde die Möglichkeit ausgelassen, den Ball entschlossen zu klären. Die polnische Nationalstürmerin Agnieszka Winczo, die sich mit DSC-Landsfrau Oliwia Wos interessante Duelle lieferte, passte nach energischem Einsatz von der Torauslinie zur freistehenden Jana Radosavlevic, die aus kurzer Distanz einschob. »Das hat mich an unsere Profis erinnert«, meinte Vorstandsmitglied Bernard Kiezewski trocken.

Preuß hat Glück: nur Gelbe Karte

Sarah Grünheid, eingesetzt von Laura Liedmeier, Liedmeier aus der Distanz und ein Wos-Kopfball blieben ohne Ertrag. Celine Preuß hatte Glück, dass sie kurz vor der Pause nicht »Rot« sah, als sie als letzte Frau Winczo festhielt.

Nur zwei Minuten nach dem Wechsel wurde Cloppenburgs Fünferkette wunderschön ausgehebelt. Annabel Jägers Traumpass fand Sarah Grünheid, die passte klug in die Mitte zu Laura Liedmeier, und die vollstreckte zum 1:1. Das von harten Zweikämpfen geprägte Spiel wogte hin und her. In der 57. Minute war BVC-Torfrau Olthof schon geschlagen; Luker rettete vor Grünheid. In den letzten zehn Minuten legte der Gast den Vorwärtsgang ein. Die Nachlässigkeiten in der DSC-Abwehr häuften sich. Die eingewechselte Jannelle Kalyn Flaws bekam den Ball kurz vor Schluss regelrecht serviert und versetzte Arminia mit dem 2:1 den Knockout. Enttäuscht sanken die Blauen nach ihrer ersten Heimpleite zu Boden.

FSV Gütersloh guckt zu

Markus Wuckels Erkenntnis: »Einige haben nicht 100 Prozent abgeliefert. Das war für mich aber nachvollziehbar und erklärbar. Es hätte eine Topleistung aller gebraucht, um was Zählbares zu holen.« Der Sonntag-Gegner schaute in großer Zahl zu. Die punktgleiche Mannschaft des FSV Gütersloh hatte eigens das Training vorverlegt, um den Tabellenzweiten DSC auszukundschaften. Was sie sahen, dürfte ihnen eher etwas Auftrieb gegeben haben.

Die Statistik zum Spiel

DSC Arminia: Brandt – Preuß, Hausberger, Wos, Lange (73. Vogt), Jäger, Liedmeier, Schulte, Thormählen, Birker, Grünheid.

BV Cloppenburg: Olthof – Löwenberg, Luker, Bresonik, Boon, Dimitriou (69. Flaws), van der Wal, Moraitou, Johanning, Radosavljevic, Winczo.

Tore: 0:1 Radosavlevic (39.), 1:1 Liedmeier (47.), 1:2 Flaws (90.).

Gelbe Karten: Preuß – Radosavlevic, Dimitrou.

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Rieder).

Zuschauer: 225

 

 

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